CHF 10

CHF 5

zur Produktion

In der deutschsprachigen Schweiz gibt es zwei staatliche Institutionen, um Theater zu studieren: die Hochschule der Künste Bern (HKB) und die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Zwei Orte, an denen für die Zukunft ausgebildet wird. Doch wie sieht diese aus? Was sind die Themen und Ästhetiken, 
mit denen sich die jungen Theatermacher*innen auseinandersetzen? 

Ein Wochenende lang kann man die Projekte der Studierenden am Luzerner Theater erleben. UG und Box werden zum Experimentierfeld für den Theaternachwuchs: Student*innen stellen ihre Masterabschlussprojekte vor.  Sie sind so vielfältig wie die Studierenden selber: von klassischen zu performativen Formen, von textbasierten Theaterstücken hin zu Physical Theatre, Theater für ein junges Publikum und für Senior*innen.

Auch soll der Raum für Begegnungen nicht zu kurz kommenn, weshalb das UG über das Wochenende zum Festivalzentrum wird: Hier ist die theatereigene Bar und jede*r ist willkommen, um mit den jungen Theatermacher*innen über die Projekte, Arbeitsweisen und Konzepte zu sprechen, um sich mit ihnen über ihre Gedanken, Interpretationen und Handschriften auszutauschen. Im Fokus stehen das Kennenlernen und das gegenseitige Inspirieren. Und wer weiss, welche zukunftsweisende Idee an diesem Wochenende in Luzern ihren Anfang nimmt.

«Es war die Zeit vor irgendwas. Es ist ja immer die Zeit vor irgendwas.»  
Sibylle Berg

Infos

Ein Theaterfestival mit Theaterstudierenden aus der Schweiz

Meet the artist

Teffen Sie die Kunststudierenden nach den beiden Festivaltagen in geselliger Runde an unserer Bar im UG.

Emotionen normaler Menschen – Freitag, 19.15 Uhr in der Box

Neben Ute Sengebusch als Oeil Extérieur wurde unser Kollektiv für «Emotionen normaler Menschen» durch viele weitere Künstler*innen unterstützt. Mit dem Veranstaltungstechniker Yoshi Goettgens haben wir ein Lichtkonzept entwickelt, das sich für eine klassische Bühnensituation eignet, aber auch einfach auf alternative Kulturräume adaptiert werden kann. Ein Beamer für Bild- und Videoprojektionen ist die einzige Spielvoraussetzung, an Bühnenelementen sind weiter nur eine Klappleiter, ein Kabelmikrofon, zwei Bücher und eine Einkaufstasche vorhanden. Auch die Kleidung des Performers (Kostüm – Nadine Mrkwitschka) wirkt zunächst unprätentiös, fast privat. Der Fokus liegt klar auf den anwesenden Menschen, Darsteller und Publikum. 

Der Abend wird durch eine Improvisation des Solisten eingeleitet, die an die jeweilige Gastspielstätte und die aktuellen Umstände der Vorstellung angepasst wird. Dadurch erfahren die Zuschauer*innen, wie das zu sehende Theaterprojekt seinen Anfang nahm. Doch was zunächst wie eine Hinführung anmutet, entpuppt sich schon bald als das eigentliche Stück. «Emotionen normaler Menschen» ist eine selbstreferenzielle Erzählung über die Höhen und Tiefen eines Probenprozesses, wobei sich tatsächliche und erfundene Begebenheiten mehr und mehr zu einer Geschichte verdichten.  Auf diese Weise greifen wir das dem Stoff immanente Thema der Wahrheit formal und inhaltlich auf. Wonder Woman ist mit dem Lasso of Truth bewaffnet. Der Comic-Autor und Psychologe Marston gilt auch als der Erfinder des ersten Lügendetektors. Die Performer-Figur Benedikt treibt in einer halb dokumentarischen, halb fiktionalen Erzählung das Spiel mit der Wahrheit auf die Spitze. Augenzwinkernd und todernst stellt der Schauspieler und Stück-Autor dabei zunehmend die eigene Position in Frage. Wie kann er sich als männlicher Künstler post #MeToo dieser ambivalenten Superheldin der 1940er annähern, die mal als emanzipierte Vorbildfigur wahrgenommen wurde, mal als Männerfantasie und Projektionsfläche? 

Im Mittelteil des Stückes wird die Theater-Mockumentary in einem Kurzfilm weitergeführt. In einem Zusammenschnitt aus Online-Gesprächen erlebt das Publikum mit, wie Benedikt sich auf die Suche nach einer Regisseurin begibt, um sich von seinen persönlichen Versagensängsten zu befreien und die künstlerische Endverantwortung für das Projekt abzugeben. Auf dieser Reise durch den digitalen Raum werden Perspektiven diverser Menschen auf unsere Fragestellungen hör- und sichtbar gemacht (im Video - Claudia Bauer, Claudia Bossard, Karin Drechsel, Deborah Epstein, Beatrice Fleischlin, Dominic Friedel, Bérénice Hebenstreit, Isabelle Stoffel, Maria Ursprung, Ivna Žic u.a.) 

Im körperbetonten dritten Teil (Choreografie – Kiri Haardt) nimmt eine Hybrid-Figur aus Superheldin und Performer den Kampf mit der griechischen Mythologie auf, deren patriarchale Gewalt nicht nur «Wonder Woman» zugrunde liegt, sondern unserer gesamten abendländischen Kultur. Nach einer Konfrontation mit Herakles, dem Prototyp des männlichen Superhelden, wird in einem finalen Befreiungsschlag unbekannten Frauenfiguren der Antike Raum gegeben, deren Geschichten bis heute noch nicht erzählt wurden.

Beteiligte:

  • Benedikt Greiner | Text und Performance
  • Eva-Maria Burri | Produktion und Dramaturgie 
  • Ingvild Jervidalo | Szenografie und Videodesgin 
  • Ute Sengebusch | Oeil Extérieur
  • Yoshi Goettgens | Technik 
  • Kiri Haardt | Choreografie 
  • Nadine Mrkwitschka | Kostüm 
  • im Video Claudia Bauer, Claudia Bossard, Karin Drechsel, Deborah Epstein, Beatrice
  • Fleischlin, Dominic Friedel, Anne Greiner, Jana Luisa Greiner, Linus Elia Greiner,
  • Bérénice Hebenstreit, Isabelle Stoffel, Maria Ursprung, Ivna Žic

(Hochschule der Künste Bern)

Einblick

Emotionen normaler Menschen

A Comedy Special – Freitag, 20.45 Uhr im UG

Welcome to the life of EXPERT BY IDENTITY! His name is Moritz, actually. In A COMDEDY SPECIAL he is finally asking important questions, like: How can we let go of the binary? What’s wrong with the straights? And: Is there a difference between straight harassment and gay flirting? As self-proclaimed expert he narrates his experiences living a queer life in a straight man’s world – all packed in one fantastic, horny, and musical day! Moritz promises CAMP, QUIRKINESS, and IDIOCY! As well as new perspectives on sex, allyship, siblinghood and vegetables. Do you want to know the pathway to total freedom through complete humiliation? Join A COMEDY SPECIAL. All based in 100% true fiction.

Einblick

Beteiligte:

  • Text & Performance: EXPERT BY IDENTITY
  • Costumes: Ahmad El Salameh (Studio Artfully)
  • Video: Urša Kastellic
  • Design: Giacomo Marinsalta
  • Musik: N.N.

(Zürcher Hochschule der Künste)

  • in englischer Sprache

a piece of me oder Katzen, Kot und Kümmel – Samstag, 17.00 Uhr im UG

In «a piece of me oder Katzen, Kot und Kümmel» werden Bilder in Anlehnung an das Horrorgenre zu einer Collage verwoben, die wie ein abstraktes Gemälde Räume zum Denken öffnen, ohne eine Geschichte erzählen zu wollen.

Durch eine Tür blicken wir in eine Parallelwelt, die überall und nirgends sein könnte und eine Projektionsfläche für unser Innerstes bietet. Hierbei werden wir, wie durch ein Nadelöhr in einen Kosmos gezogen, der sich wie eine Decke über unsere Ängste und Sehnsüchte legt, welche jederzeit weggerissen werden könnte.

Beteiligte:

Regie:  Lukas Dittmer 
Spieler*innen: Lea Hiller, Luca Hass
Umbauten:  Olivier Günter, Timur Özkan

(Hochschule der Künste Bern)

A piece of me oder Katzenkot und Kümmel

Portraits – Samstag, 18.00 Uhr in der Box

Beteiligte:

Konzept/Spiel: Kuan-Husan Lee

(Hochschule der Künste Bern)

  • in englischer Sprache

The Story of Larry – Samstag, 19.00 Uhr im UG

Wieviel Abenteuer, Drama und Slapstick passen in eine Schachtel Früchtetee?

Larry ist ein Durchschnittsamerikaner in den 80er-Jahren, der sich in den Kopf gesetzt hat zu fliegen. Getrieben von seinem grossen Traum setzt er sich in seine Garage und fängt an zu bauen. Herz seines Fluggeräts: ein Gartenstuhl.

Moritz Praxmarer lädt Sie ein an den Küchentisch und erzählt bei einer Tasse Tee die wahre Geschichte von Larry Walters – dem flugunfähigsten Piloten der jemals trotzdem abgehoben hat. Ein minimales Objekttheater auf der Suche nach Sinn und Inhalt unseres bescheidenen Wirkens während eines Lebens.

Beteiligte:

Konzept und Spiel: Moritz Praxmarer

(Hochschule der Künste Bern)

I've looked at love from both sides now – Samstag, 20.00 Uhr in der Box

EIN PERMANENTER ZUSTAND DER EREKTION

What is love, baby don’t hurt me, don’t hurt me, no more... Du darfst mich ansehen. Ich will, dass du mich ansiehst. I want you to look at me. My body is ready to be watched, consumable. Verfügbar.
Setz dich. Sieh hin. Tauch ein in ein Paradies der nie endenden Love-Experience. Search no more. Wir sind wonach du dich sehnst. Diese Welt ist perfect und shiny.
Tasty Songs, tasty bodies, tasty action – come and look at our faces!

Eine Performance über Liebe.

Einblick

Betiligte:

  • Joel Kammermann
  • Nils Nikolas Klaus
  • Leonardo Raab
  • Isabella Roumiantsev
  • Stefanie Steffen
  • Marie Nest
  • Janna Rottmann
  • David Bircher
  • Fynn Malte Schmidt

(Zürcher Hochschule der Künste)

i've looked at love from both sides now

Besetzung

Besetzung

mit Theaterstudierenden aus der Schweiz

Spieldaten

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