Nachtschicht
Reflektor
Zum Format
Kreatives Schaffen braucht Raum – und den erhält es in der Reihe Nachtschicht. Das UG wird hier zum Experimentierfeld für Mitarbeitende aller Sparten und Abteilungen. Schauspieler*innen, Tänzer*innen, Sänger*innen, Beleuchter*innen, Kostümassistent*innen oder auch die Intendantin haben hier Gelegenheit, ein Herzensprojekt zu realisieren. Sei es ein Lieder- oder Tanzabend, eine Lesung oder eine Installation: Alles ist möglich, festgelegt ist einzig die Zeit. Die Proben sind kurz und die Ergebnisse oft zum Staunen. Regelmässig sind auch die Teilnehmenden der Akademie Reflektor zu Gast und präsentieren ihre Arbeiten der Öffentlichkeit. Herzlich willkommen zur Nachtschicht!
SISI PAS FINI
Nachtschicht von Josefine Ebner
15. Mai 2026, 21.00 Uhr
Was passiert mit einem Frauenkörper, der in der Position der First Lady von allen angeschaut wird? Was projizieren wir auf ihn? Welches Frauenbild verlangt das Patriarchat? Und wie verändert ihn das? In einer Nachtschicht widmet sich Josefine Ebner der Figur der Sisi und fragt, was Sisi mit Fini zu tun hat.
LU
Nachtschicht von Alessa Bollack
1. Mai 2026, 21.00 Uhr
Wie verliebt man sich eigentlich in eine KI? Künstliche Intelligenz ist mittlerweile Teil des Alltags von so vielen Menschen. ChatGPT beispielsweise fungiert heutzutage nicht nur als Lexikonersatz, sondern auch als Therapeutin oder als Freund. Es gibt auch KI-Modelle, die dafür programmiert sind, eine romantische Partnerschaft zu bieten. Und es gibt KI-Modelle, die dafür programmiert sind, pornografische Bilder und Videos zu generieren.
KI kann ein toller Partner sein, denn KI ist empathisch, wohlwollend, verständnisvoll, jederzeit frei verfügbar. Und sie ist eine perfekte Projektionsfläche – für unsere Wünsche, Sehnsüchte und Abgründe.
Genau wie Lulu. Lulu ist Geliebte, Muse, Sexobjekt, „ein Prachtexemplar von Weib, ein von der Natur reich begabtes Geschöpf in einer Umgebung von Männern“, wie sie ihr Schöpfer Frank Wedekind selbst beschrieb. Seine Tragödie von 1902 dient dem Team um Regieperson Alessa Bollack als Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit der KI als Projektionsfläche, den Fragen nach Liebe, Macht, Täterschaft und digitaler Gewalt und den Auswirkungen auf unser reales, körperliches Miteinander.
Content Note
In dieser Inszenierung wird sexualisierte und digitale Gewalt thematisiert. Es werden KI-generierte Bilder nackter Körper in einem pornografischen Kontext gezeigt. Sollten Sie selbst betroffen sein oder eine Person aus Ihrem Umfeld, finden Sie jederzeit Beratung unter folgender Nummer: 044 455 2 142 (Opferhilfe Zürich, 24/7 erreichbar).
In der Inszenierung werden flackernde Lichteffekte eingesetzt, die bei photosensiblen Menschen Reaktionen auslösen könnten.
«Korngold – von Wien nach Hollywood», 10.04.26, Paul-Boris Kertsman und Michael Temporal Darell
Der Komponist Erich Wolfgang Korngold ist bekannt für seine Oper «Die tote Stadt» und seine Filmmusiken, für die er sogar mit zwei Oscars ausgezeichnet wurde. Viel weniger bekannt sind seine Kunstlieder, denen sich Paul-Boris Kertsman und Michael Temporal Darell in ihrer Nachtschicht widmen. Sie untersuchen gemeinsam das Aufwachsen des Wunderkindes in einer jüdischen Familie in Wien um 1900 und seinen Weg nach Hollywood.
mit Nachgespräch
Dramaturgie: Amelie Lopper und Iva Rießler
Mit: Robert Maszl und Adèle Clermont
«WHAT IS LOVE?», 21.03.26, Nicole Sauter und Valeria Popp
Der Liebesgott Eros merkt, dass seine Pfeile nicht mehr richtig wirken. Er tarnt sich als Jugendlicher und mischt sich in die Liebesverwirrungen der Gen Z ein – mitten hinein in ein Pfadilager, in dem Celine und Lars ihre erste grosse Liebe erleben oder zumindest zu verstehen versuchen. Zwischen Lagerfeuerromantik und Social Media prallen alte Mythen, klassische Liebesfragen und moderne Wirklichkeiten aufeinander.
Basierend auf Walti Mathis’ «Erste Liebe» (1986) spielen acht Jugendliche eine moderne Version über das Verliebtsein heute und gehen der Frage nach: Wie verlieben sich Jugendliche heute?
Regie: Nicole Sauter und Valeria Popp
Bühne: Danja Bader
Mit: Generation T – Elia Hobi, Elias Lustenberger, Eugenia Neidhart, Jan Moser, Lourdes Brunner, Salome Kühn, Thea Meyer, Zohar Graf
Unterstützt durch:
- FUKA-Fonds Stadt Luzern
- Förderpool Kinder- und Jugendfreizeit
- Gemeinnützige Gesellschaft Luzern
- Migros Kulturprozent
- Pfadi Luegisland
- Regionalverband Schweizer Volkstheater

«Über uns», 21.09.25, Emilia Krispin
Linda und Matthias wohnen schon lange zusammen und sind noch länger ein Paar. Die Wohnung über ihnen scheint eines Tages leerzustehen und wird dadurch lebendig: Als Ort, an dem endlich unerfüllte Fantasien für Inneneinrichtung wahrwerden könnten, aber auch als Bedrohung in Form des «nächsten Schritts».
Linda und Matthias begeben sich auf eine Odyssee von individuellen Sehnsüchten, gesellschaftlichen Erwartungen und romantischen Idealen.
Regie: Emilia Krispin
Mit: Amélie Hug und Bastian Inglin

Spieldaten
Fr 01.05.
21.00 - 22.00 Uhr
Oper, Tanz, Schauspiel
LU
Heute:
21.00 Uhr
Schauspiel