Marie Lambert-Le Bihan

Regisseurin

Die 1977 geborene französische Regisseurin und Lichtdesignerin Marie Lambert-Le Bihan ist international in den Bereichen Oper, Musical und Schauspiel tätig. Sie wuchs in Paris und in Grossbritannien auf, studierte Literatur und Theater in Paris und Bologna und setzte dann ihre Ausbildung an der Mailänder Scala fort. Sie war Gastdozentin an der University of Cincinnati-CCM und Schauspielcoach am Mascarade Studio in Florenz.

Bereits in ihrer Jugend arbeitete Marie Lambert-Le Bihan als Regisseurin und Darstellerin in Theaterkompanien in Paris und Italien, an Stücken von Marivaux, Schnitzler, Goldoni, Calaferte oder «Le bourgeois gentilhomme» (Teatro Litta, Milan). Seit 2002 ist Marie Lambert intensiv in der Oper tätig. Sie war Regieassistentin u. a. an der La Scala di Milano, an der Wiener Staatsoper, am Royal Opera House, am Théâtre des Champs-Élysées, beim Festival d’Aix-en-Provence, beim Maggio Musicale, an der Welsh National Opera sowie in Parma und Tokio und leitete international Wiederaufnahmen u. a. von «La Traviata» (Barcelona, Madrid, Glasgow), «La Clemenza di Tito» (Toulouse, Marseille, Chicago, Barcelona), «Die Meistersinger von Nürnberg» (Chicago, San Francisco) oder «Carmen» (Glyndebourne, Göteborg). Als Dramaturgin arbeitete sie für den VR-Film «The Rain» der Künstlerin HeeWon Lee, an «Entropy», einem wissenschaftlichen Vortrag mit Musik von Dopplereffekt sowie für Live-Projekte mit dem Dichter und Performer Anne-James Chaton.

Marie Lambert-Le Bihans Regiearbeiten umfassen «Eden» mit Joyce DiDonato, Leoncavallos «Zazà» (Opera Holland Park, London), «La Voix humaine» (Buxton Festival) oder «Dialogues des Carmélites» (Lüttich). Zu ihren Arbeiten als Regisseurin und Lichtdesignerin zählen Werke wie «Le Villi» (Toulouse) und «La Fille du Régiment». Die von ihre inszenierte Uraufführung der Oper «Voyage d’automne» (Toulouse) wurde von der Zeitschrift Le Monde als eine der besten Produktionen des Jahres 2024 gelistet.

Zu ihren letzten Regiearbeiten zählen zudem «Transfiguré, 12 Vies de Schönberg» gemeinsam mit dem Filmemacher Bertrand Bonello (Philharmonie de Paris), eine vielbeachtete halbszenische Aufführung von Charpentiers «Médée» (Teatro Real Madrid) sowie der Doppelabend «Les Arts Florissants & La Descente d’Orphée aux Enfers» unter der musikalischen Leitung von William Christie präsentiert u. a. 2025 im Rahmen von Lucerne Festival (derzeit auf Tournee u. a. in den USA und Kanada). 2026 inszenierte Marie Lambert-Le Bihan Tschaikowskis «Pique Dame» an der Oper Lüttich. Zukünftige Arbeiten umfassen u. a. das Lichtdesign für «Berlin, mon garçon» (Vieux Colombier–Comédie Française) sowie neue Produktionen in Frankreich und Spanien.

Mit der Inszenierung und dem Lichtdesign für die Uraufführung von «Mein Name ist der Fluch» von Bushra El-Turk sowie «Eight Songs for a Mad King» (Koproduktion mit Lucerne Festival) ist Marie Lambert-Le Bihan erstmals am Luzerner Theater zu Gast.

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