Beim Theaterfest gab es für Besucher*innen neben vielen Programmpunkten zum Spielplan auch Gelegenheit über die Zukunft des Luzerner Theaters zu diskutieren. Stadtpräsident Beat Züsli, Stadträtin Korintha Bärtsch, die Co-Projektleiter*innen Julia Sulzer und Marc Rambold sowie die Co-Intendantinnen des Luzerner Theaters Katja Langenbach und Wanda Puvogel führten Gespräche mit Interessierten in einer Lounge auf dem Theaterplatz. Viele liessen auch ein Herz für ein neues Luzerner Theater da.
Das für den Mitwirkungsprozess «Vision Theaterwerkplatz Luzern» verantwortliche Büro s2r führte in den vergangenen Monaten Interviews mit Vertreter*innen von Luzerner Theater, Politik, Kultur, Architektur und Gesellschaft und fasst eines der Ergebnisse so zusammen: Breit abgestützt war die Idee, das Theater als lebendigen Begegnungsort auch über den Vorstellungsbetrieb hinaus zu öffnen – sei es mit Cafés, offenen Foyers und anderen niederschwelligen Angeboten: «Einen Ort zu schaffen, an dem sich alle Bevölkerungsschichten aufhalten können – ohne Konsumzwang.»
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Visionen der Interviewpartner*innen trotz unterschiedlicher Schwerpunkte bemerkenswerte Gemeinsamkeiten aufweisen. Gewünscht wurde ein Theater, das professionelles Drei- oder Viersparten-Theater ermöglicht, kulturelle Neugier weckt und gleichzeitig ein offener Treffpunkt für die Bevölkerung ist. Das zukünftige Theater soll mutig sein, neue Formate zulassen und gesellschaftliche Begegnungen fördern, ohne seinen professionellen Anspruch aufzugeben.
In den kommenden Monaten läuft der Mitwirkungsprozess weiter. Am Ende des Prozesses soll im Frühjahr 2027 eine Vision für einen neuen «Theaterwerkplatz Luzern» vorliegen. Auch Sie haben die Möglichkeit mitzuwirken und ihre Meinung zu platzieren unter https://theaterwerkplatz-luzern.ch/#fragebogen