Drei Fragen an die Projektleitung von «Vision Theaterwerkplatz Luzern»

2. September | Vision Theaterwerkplatz Luzern

Worum geht es in diesem Mitwirkungsprozess «Vision Theaterwerkplatz Luzern»?

Gemeinsam mit der Bevölkerung aus Stadt und Region, Vertreter*innen aus Kultur, Architektur und Mitarbeitenden des Luzerner Theaters erarbeiten wir eine tragfähige Lösung für ein flexibles, zukunftsfähiges Gebäude an der Reuss und dessen Einbettung im Stadtraum. Ein Haus für Schauspiel, Tanz und Musiktheater. Ein Haus, das aber auch mehr ist als eine Bühne: Es wird in Verbindung mit dem Theaterplatz zum öffentlichen Treffpunkt für Austausch, Unterhaltung, Bildung und kulturelle Teilhabe. Zudem werden wir gemeinsam mit anderen kulturellen Akteur*innen erkunden, wie der Theaterwerkplatz Luzern zukunftsfähig gestaltet werden kann. Das Luzerner Theater ist hier ein zentraler Dreh- und Angelpunkt: Es wirkt als Impulsgeber und wichtiger Partner für andere Akteur*innen. Unser Ziel ist die Entwicklung eines lebendigen und tragfähigen Kultur-Netzwerks mit verlässlichen Strukturen, welches künstlerische Prozesse und Dialoge nachhaltig ermöglicht.

Wie können sich die Menschen beteiligen?

Alle sind eingeladen, sich in unterschiedlichen Formaten einzubringen und mitzuwirken. Zum einen stehen analoge und digitale Mitwirkungsmöglichkeiten in Form von Postkarten und Fragebogen bereit. Zum anderen können sich interessierte Menschen an den öffentlichen Mitwirkungsformaten beteiligen. Die bereits stattgefundene Kick-Off-Veranstaltung Ende August und die anstehende öffentliche Dialogveranstaltung vom 5. Dezember stehen allen Interessierten offen. Dazwischen und danach finden Kleingruppen-Workshops (Living Labs) und ein Grossgruppen-Workshop (Big Lab) statt, für welche wir Vertreter*innen aus Bevölkerung, Kultur und Architektur gezielt einladen. Mitarbeitende des Luzerner Theaters sind in allen Formaten vertreten, um ihre Ideen einzubringen und sich aktiv zu beteiligen.

Worauf seid ihr in den kommenden Monaten am meisten gespannt?

Wir freuen uns auf die unterschiedlichen Formate, die nun anstehen. Im Rahmen dieser werden wir die teilweise konträren Positionen oder Zielkonflikte aushandeln und zu guten Lösungen führen. Dies könnte beispielsweise das gewünschte Raumprogramm versus die sensible Umgebung sein oder die Frage nach der Einbettung des Luzerner Theaters in den öffentlichen Raum; oder die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Kulturakteur*innen. 

Wir sind überzeugt, dass knifflige Fragestellungen zu äusserst kreativen Lösungen führen können und freuen uns darauf, mit allen Beteiligten Neuland in Bezug auf den Theaterwerkplatz der Zukunft zu betreten. Gemeinsam nähern wir uns in den kommenden Monaten den komplexen Fragestellungen an. Mit euch, mit offenen Ohren, mit viel Elan und Freude.