Bachelorprojekt: Vom Theater in die Welt – von der Welt ins Theater
Theater kann von der Vergangenheit erzählen, aktuelle Themen beleuchten oder mögliche Zukünfte ausmalen. Besonders aber will Theater Emotionen auslösen und so zum Dialog anregen. Wie kann dieser Austausch auch zwischen Stadt und Theater stattfinden, und wie können Gedanken des Publikums nach Aussen getragen werden und auch neue Inputs wieder den Weg ins Haus finden?
Lea beschäftigt sich im Rahmen ihres praktischen Bachelorprojekts mit dieser Frage und entwickelte dafür eine Box mit integriertem Mikrofon, die das Publikum einlädt, eigene Gedanken unmittelbar zu teilen. Diese Box steht bei manchen Vorstellungen im Theaterfoyer und kann vor dem Stück, in der Pause oder auch danach genutzt werden, indem frei in die Box gesprochen wird. Erzählen Sie, was Ihnen gefallen hat, was Sie irritierte, überraschte, warum Sie heute im Theater sind oder welchen Gedanken Sie vom Abend mitnehmen.
Die aufgenommenen Stimmen werden für eine Installation genutzt, die an der Werkschau 2026 in Emmenbrücke zu erleben ist. Somit werden Gedanken aus dem Theaterfoyer an einem anderen Ort hörbar, wodurch «ein Stück Theater» in die «Welt» kommt. Gleichzeitig können Besuchende der Werkschau wiederum ihre Gedanken in die Box sprechen, um so «ein Stück Welt» ins Theater zu bringen.
Werkschau: 20 – 28. Juni 2026, Hochschule Luzern – Design Film Kunst in Emmenbrücke
Lea arbeitet als Requisiteurin am Luzerner Theater und studiert im letzten Semester «Spatial Design» an der Hochschule Luzern – Design Film Kunst.