Väter

Von und mit Luzerner Männern

A play with and by the men of Lucerne

Premiere 27.04.18
  • 1 Stunde 15 Minuten ohne Pause

Zum Stück

Informations

«I ha wahnsinnig Mühe, wenn öbert Papi-Tag seit, oder: «I mues mini Chinder hüete». Als Vater musch du nöd dini Chinder hüete, als Vater sind da dini Chind! I bi ume. I bi nöd eine vo dene Papis, wo Papi-Täg zelebriert. Die lässige Super-Papis, wo denn e bizeli mit de Chind in Tierpark Goldau gönd, das s Mami mol cha d Böde füecht ufneh, oder rodle am Wuchenend. Und da isch jo immer lässig und luschtig. Ja, das gits bi mir au. Da macht mi würklich hässig. Da macht mi wahnsinnig hässig. I find Väter sölled au zeige, das de Alltag, Alltag isch und nöd nur Schoggi und Rodle.»

Nach den «Müttern» überlassen wir nun sechs Luzerner Vätern die Bühne, um ihre Rolle in diesem ältesten Stück der Welt zu befragen: Was haben wir mitbekommen von unserem Vater und was geben wir weiter? Ist der Kampf mit dem Vater ein universeller? Gibt es auch andere Modelle der Begegnung Vater und Sohn? Die Frage stellt sich: Sehe ich meinen Vater als Identifikationsfigur, als Held, der vielleicht zum Freund wurde? Oder kann man auch ohne Bitterkeit feststellen, dass der eigene Vater eigentlich ein Fremder ist?

So individuell die Erinnerungen der Luzerner Väter sind, die sich bei uns auf der Bühne in einem Kinderzimmer entfalten, so global ist die Geschichte, die sie erzählen. Ein vierköpfiger Männerchor, der sich eigens für «Väter» gefunden hat, begleitet die Väter mal berührend und melancholisch, mal ironisch und augenzwinkernd durch den Abend.

Dearest Father,
You asked me recently why I maintain that I am afraid of you. As usual, I was unable to think of any answer to your question, partly for the very reason that I am afraid of you, and partly because an explanation of the grounds for this fear would mean going into far more details than I could even approximately keep in mind while talking. And if I now try to give you an answer in writing, it will still be very incomplete, because, even in writing, this fear and its consequences hamper me in relation to you and because the magnitude of the subject goes far beyond the scope of my memory and power of reasoning… (Franz Kafka, Letter to the Father)

Fathers and Sons! Franz Kafka was probably right: Becoming a father, being a son, is an inexhaustible subject. Be it in families, books, plays or films: From fun stories about daddy issues to archaic tales of open rebellion, sons are torn between identification and dissociation. You'll find characters between idol and father figure, provider and breadwinners, know-it-alls and counsellors. Stories of strong men and of absent ones. And new concepts are dawning: Modern Papas, StayAtHomeDads, patch work families and parental leave herald new times and new fathers. In the tradition of «Mothers», we now yield the stage for Dads from Lucerne and invite them to question their own role in the world's oldest drama of man.

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Besetzung

Produktionsteam

Inszenierung: Maximilian Merker Bühne und Kostüme: Sara Giancane Licht: Clemens Gorzella Dramaturgie: Martin Bieri, Angela Osthoff

Infos

Väter

Otto Burri, Matthias Bürgler, Michael Graber, Markus Diebold, Marcus Herzog, Selmir Krajinovic
Mit Fionn Berchtold (Statisterie des LT)

Chor

Yves Kammermann, Livio Schmid, Benjamin Widmer, Tobias Wurmehl

Journalbeitrag

Der Journalbeitrag «Die Work-Windel-Balance der Männer» von Tobi Müller (Vater, Kulturjournalist und Autor) ist online.

  • Nur fünf Vorstellungen bis zum 10. Juni
  • «Mütter» und «Väter», und das an zwei Tagen im Doppelpack: 6. Mai und 10. Juni
  • Am 6. Mai ist Elterntag: Wir spielen «Mütter» und «Väter» als Doppelvorstellung für Sie!

Muttertags-Spezial

SAMSTAG, 12. MAI 

Den Auftakt bildet die «Dance Box for All», ein Tanzworkshop mit unserer Tanzdirektorin Kathleen McNurney. Abends spielen und kochen die Mütter für Sie! 

SONNTAG, 13. MAI 

Der Tag beginnt besinnlich: In der Matthäuskirche feiern wir einen rund um das Thema «Mütter» inspirierten Theatergottesdienst. Mittags überlassen wir «Väter» die Bühne und im Anschluss dürfen die Kinder tanzen, wenn es heisst: «Dance Box for Kids».

Pressestimmen

«Die gut platzierten Lacher wirken nicht wie Rettungsanker, um Längen zu vermeiden, sondern kommen von Herzen. Was Max Merker und das Produktionsteam in dieser Hinsicht zustande gebracht haben, ist bemerkenswert. Und spricht nicht nur Eltern oder Grosseltern, sondern eigentlich alle Menschen an.» Luzerner Zeitung

«Herausragend zeigt sich bei 'Väter' der vierköpfige Stormtrooper-Chor. Yves Kammermann, Livio Schmid, Benjamin Widmer und Tobias Wurmehl begleiten die Väter mit berührenden, aber auch ironischen und augenzwinkernden Deutschen und Schweizer Liedern. Nicht nur gesanglich, auch choreografisch und kostümtechnisch tragen die vier Sänger den Abend massgeblich mit.» zentralplus

Spieldaten

So 10.06.
13.30
-
14.45

Von und mit Luzerner Männern

CHF 40 - 60
Die Work-Windel-Balance der Männer - Ein Beitrag von Tobi Müller zu «Väter»