1 Stunde 30 Minuten ohne Pause

ab 16 Jahren

CHF 40

CHF 20

zur Produktion

«Transit» von Anna Seghers ist eine Geschichte über Menschen in Zwischenräumen. Eine Geschichte über das undeutliche Terrain zwischen Gestern und Morgen, zwischen Heimat und Asyl, zwischen Verlust und Neubeginn. Sie zeigt den Albtraum der Transitzonen, in denen Heimatlose früher wie auch heute ausharren müssen. Doch am Ende ist es vor allem eine packende Geschichte über die Kraft einer Begegnung.

Warten, Resignation, Chaos – so erlebt Franz die Hafenstadt Marseille im Jahr 1941. Hier versammeln sich Flüchtlinge wie er selbst. Stunden- und tagelang stehen sie vor den Konsulaten an, um die richtigen Papiere zu bekommen. Diese letzte Hoffnung hält sie am Leben: ein Platz auf einem Schiff, das sie aus dem brennenden Europa wegbringt.

Franz gelangt durch Zufall an die Papiere eines toten Schriftstellers, dessen Identität er annimmt. Während der zähen, eisigen Wintertage, in denen er seine Abreise vorbereitet, lernt er Marie kennen – eine Frau, die auf der Suche nach ihrem Mann ruhelos durch die Stadt streift. Franz verliebt sich in Marie – und auch als er begreift, dass sie die Frau des Toten ist, sagt er ihr nichts von dessen Schicksal.

Alles bleibt in der Schwebe, alles bleibt im ewigen Transit.

Die Produktion wurde 2017 von Katja Langenbach und einem internationalen Team als freies Projekt im Grenzbereich zwischen Schauspiel und Tanz entwickelt und war bereits in St. Gallen, Ulm und Konstanz zu sehen.

«Being a refugee is not a choice!» 
Yusra Mardini

 

Transit, Luzerner Theater

Audioeinführung

Infos

Begleitmaterial für Schulen ist vorhanden. Kontakt: jung@luzernertheater.ch

Besetzung

Produktionsteam

Regie: Katja Langenbach
Bühnenfassung: Katja Langenbach
Bühne und Kostüme: Hella Prokoph
Choreographie: Exequiel Barreras
In Kooperation mit: Hella Immler, Martin Carnevali, Alexandre Pelichet, Marta Rosa, Anja Signitzer
Musik: Roderik Vanderstraeten
Dramaturgie: Melanie Oșan

Pressestimmen

«Das Schauspielensemble (Martin Carnevali, Alexandre Pelichet, Marta Rosa und Anja Signitzer) spielt dabei  in der kleinen Aussenbühne UG in harmonischem Einklang. Chapeau.» – Luzerner Zeitung

«Für die Regisseurin Katja Langenbach ist die Verbindung zwischen Tanz und Sprechtheater besonders wichtig. Deshalb bringt sie nicht nur originalgetreue Passagen  aus Seghers Buch auf die Bühne, sondern auch Tanzsequenzen in einer gut ausgewogenen Choreografie von Exequiel Barreras und Hella Immler. Musik von Roderik Vanderstraeten betont das unerträgliche Leid des Wartens und die Kraft des eiskalten Mistrals, der die erschöpften Reisenden an den Rand des Wahnsinns treibt.» – Luzerner Zeitung

Spieldaten

Keine Ergebnisse gefunden.