2 Stunden 5 Minuten mit Pause

CHF 30 - 105

CHF 15 - 52.50

zur Produktion

Benjamin Brittens direkt nach dem Zweiten Weltkrieg uraufgeführte erste Kammeroper «The Rape of Lucretia» nimmt den in der Bildenden Kunst of dargestellten Mythos von der «Schändung der Lukretia» auf: Das antike Rom wird von den Etruskern regiert, es herrscht politisches Chaos, die einzige Stabilität scheint die schöne und keusche Lucretia zu sein. Der etruskische Prinz Tarquinius verschafft sich nachts Zugang zu ihrem Haus und vergewaltigt sie. Lucretia wählt als einzigen Ausweg den Selbstmord, der wiederum von den Römern politisch für den Aufruf zum Widerstand genutzt wird.

Die in Luzern geborene und international auf grossen Opernbühnen erfolgreiche Film- und Videoregisseurin Sarah Derendinger hinterfragt in ihrer Inszenierung das Geschehen. Wo manipulieren die beiden Erzählerfiguren das Publikum? Wie viel Anziehung findet sich zwischen Tarquinius und Lucretia? Wie kann es sein, dass Lucretias Tod sofort zum politischen Kampfmittel gemacht wird? Mit filmischen Mitteln, symbolhaften Bildern und Live-Kamera fragt der Abend: «Was ist Wahrheit?»

Sarah Derendinger bildet den Beginn einer neuen Reihe des Luzerner Theaters, in der jedes Jahr ein*e Videokünstler*in eine Oper gestalten wird.

«Vergewaltigung ist Bürgerkrieg, die politische Organisation, durch die ein Geschlecht dem anderen erklärt: Ich habe alle Rechte über dich, ich 
zwinge dich, dich unterlegen, schuldig und entwürdigt zu fühlen.»

Virginie Despentes

The Rape of Lucretia, Luzerner Theater

Audioeinführung

Besetzung

Produktionsteam

Musikalische Leitung: Jesse Wong Regie und Video: Sarah Derendinger Bühne: Thomas Boudewijn Kostüme: Sophia Schneider Licht: André Stocker Dramaturgie: Lars Gebhardt

Infos

In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Pressestimmen

«Der Bariton von Vladyslav Tlushch wandelt sich schillernd vom Schnösel zum Verführer und rücksichtslosen Macho. Die Mezzosopranistin Solenn' Lavanant-Linke steigert den Sehnsuchtston der emotional verkümmerten Lucretia zum Schrei der Verzweiflung. Beide stehen – grossartig – im Zentrum eines Ensembles, das bis in Nebenrollen hinein geradezu luxuriös besetzt ist.» – Luzerner Zeitung

«[...] die Ebenen, die Videokunst und das Spiel auf der Bühne verbinden sich zu einer schwebenden, der Zeit enthobenen Realität. Das gelingt grossartig, weil beide von derselben Intensität erfüllt sind.» – Luzerner Zeitung

«Was bei der Inszenierung durchs Band hindurch überzeugt, sind die Gesangssolist*innen – und zwar als Kollektiv. Alle spielen und singen ihre Rollen auf beeindruckende Art und Weise und beweisen so, dass sie seit dem Start der neuen Spielzeit im Herbst als Ensemble noch mehr zusammengewachsen sind. Sie schaffen es, einen Spannungsbogen über den gesamten Abend hinweg zu gestalten, es wird nie langweilig oder beliebig. Ob bei den lauten, brachialen Stellen oder den leisen, feinen: es ist eine wahre Freude, den Sänger*innen zuzuhören. » – SRF Regionaljournal Zentralschweiz

Spieldaten

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