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Mai 2019
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Schuld

Ein gesellschaftliches Poem von Ene-Liis Semper und Tiit Ojasoo nach F.M. Dostojewski

A Social Poem by Ene-Liis Semper and Tiit Ojasoo inspired by F.M. Dostoyevski

Premiere 30.01.19
  • 3 Stunden 10 Minuten mit Pause

Schuld & Sühne

Informations

1866 schrieb Dostojewski seinen ersten grossen Roman. Im Zentrum steht der ehemalige Jurastudent Raskolnikow, der aus einem Überlegenheitsgefühl heraus zur Selbstjustiz greift und zum Mörder wird. Der Kriminalroman mit philosophisch-religiösen Diskursen, Pathos und einer lakonischen Komik ist eine gnadenlose Auseinandersetzung mit zentralen gesellschaftlichen Themen.

Mehr als 150 Jahre später nehmen die beiden estnischen Regisseure Ene-Liis Semper und Tiit Ojasoo den Roman zum Anlass für eine Auseinandersetzung mit den Kategorien Schuld und Sühne. Dabei dienen den Künstlern diese Begriffe als Sprungbrett für ein weitreichendes Themenfeld: Wo sitzt das Gewissen einer globalisierten Gesellschaft? Wer sind die Verfasser von Regeln und Gesetzen in einer Welt, in der unterschiedliche Religionen, Kulturen und politische Systeme aufeinandertreffen? Gibt es so etwas wie Moral heute überhaupt noch? Und welche Rolle spielt eigentlich die Macht Einzelner im Verhältnis zu einer herrschenden Gesetzgebung?

Auf zwei Bühnen nacheinander, auf der Bühne und mit «Sühne» in der «Box», dreht sich alles um die Auslegung von Gesetzen und Regeln, die Frage von Moral und ihrer gegenwärtigen Entwicklung. In einem bilderstarken Reigen verdichtet sich das Thema zu einem europäischen Thema und wird zu einem einmaligen Theaterspektakel.

  • Einführung jeweils 45 Minuten für Vorstellungsbeginn

Dostoyevski wrote his first big novel in 1866. Former medical student Raskolnikov, its protagonist, arrogantly takes the law into his own hands, thus becoming a murderer. The crime novel is full of metaphysical questions, pathos and laconic hilarity, and a vigorous confrontation of central social issues.

More than 150 years later, Estonian directors Ene-Liis Semper and Tiit Ojasoo make it the base for their examination of the categories of crime and punishment. These concepts serve as a starting point for a wide field of topics: Where can you find the conscience of a globalized society? Who can legislate for a world, where various religions, cultures and political systems coexist and collide? Is there such a thing as morals, nowadays? What`s the power of the individual compared to the rule of law?

On two stages - «Box» and Stage, simultaneously-, everything revolves around the interpretation of statues, laws and rules, matters of morals and their contemporary discontents. A roundelay of strong imagery condenses these topics into one European issue, making for a unique theatre spectacle.

  • Introduction to the work 30 minutes before showtime
DE
EN

Besetzung

Produktionsteam

Inszenierung und Ausstattung: Ene-Liis Semper, Tiit Ojasoo Licht- und Videodesign: Petri Tuhkanen Musik: Jakob Juhkam Dramaturgie: Sandra Küpper, Gábor Thury

Besetzung

Lukas Darnstädt (Raskolnikow) André Willmund (Porfirij) Jakob Leo Stark (Rasumichin) Yves Wüthrich (Marmeladow) Sofia Elena Borsani (Sonja) Wiebke Kayser (Pfandleiherin/Mutter) Mira Rojzman (Dunja) Christian Baus (Swidrigajlow) Julian-Nico Tzschentke (Mikolka)

Infos

Regie-Duo Ene-Liis Semper und Tiit Ojasoo

Im Onlinejournal des LT veröffentlichen wir Hintergrundinformationen, News und Wissenswertes rund um unsere Produktionen und unser Theater: Schauspielchefin Sandra Küpper stellt das estnische Regie-Duo vor, welches mit Schuld & Sühne nach Dostojewski an einem zweiteiligen Abend erstmals in der Schweiz arbeitet. 

jetzt lesen

Schuld & Sühne

Die beiden Produktionen, «Schuld» und «Sühne», können bis zum 24.02. sowohl unabhängig voneinander als auch als Gesamtkunstwerk betrachtet werden und werden insgesamt achtmal auf beiden Bühnen am gleichen Tag nacheinander zu sehen sein.

  • Besuchen Sie beide Produktionen nacheinander und bezahlen Sie für die Vorstellung von «Sühne» nur die Hälfte.
  • Beide Vorstellungen hintereinander dauern 4 Stunden und 30 Minuten inklusive 2 Pausen.
  • Bei Vorlage Ihrer Eintrittstickets für «Schuld» und «Sühne» erhalten Sie zwischen den Stücken eine warme Suppe an der Theaterbar.

Inspiration

Ökumenischer Theatergottesdienst. Raskolnikow entscheidet sich in Dostojewskis «Schuld und Sühne» zur Selbstjustiz und ermordet eine alte Pfandleiherin. In dieser theatral-theologischen Begegnung wird es um die Fragen nach Gewissen und Gerechtigkeit gehen. Mit Schauspielern des LT, Pfarrerin Eva Brandin, Florian Flohr, Stephen Smith.

  • 7. Apr, 10.00 Uhr
  • Eintritt frei
  • Matthäuskirche

Der Apéro

Beim Apéro kommen Sie mit der künstlerischen Leitung des Schauspiels und den Regisseuren Ene­-Liis Semper und Tiit Ojasoo ins Gespräch und erhal­ten vor der Premiere Einblicke in den Produktionsprozess und in Ideen zum Werk Dostojewskis. 

  • 12. Jan, 18.00 Uhr
  • Eintritt frei
  • Box

Danke

Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung
Landis & Gyr Stiftung

Pressestimmen

«Fesselnde Darbietungen, kreative Bilder, und eine zeitlose Geschichte laden dazu ein sich mit dem Leid und Wahn, von dem Dostojewski schon vor über 150 Jahren erzählt hat, einzulassen.» 041 kulturteil

«Die beiden Stücke «Schuld» und «Sühne» funktionieren für sich, können aber an einem Abend auch nacheinander besucht werden. Es wird aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt. Bei «Schuld» steht der junge verschuldete Student Raskolnikow im Mittelpunkt, der zum zweifachen Mörder wird.» SRF

«Ein estnisches Regieduo schneidet Dostojewskis «Schuld und Sühne» in zwei Teile und wuchtet sie als hochartifizielle, hochkörperliche Arbeiten auf die Bühnen des Luzerner Theaters.» Luzerner Zeitung

«Der Theaterabend kann und will den Dostojewski-Lesegenuss nicht ersetzen. Aber er zeigt eine stringente Lesart, die Raskolnikow als Schuldigen zeigt, dem die Welt abhanden kommt, der – von der Gesellschaft bedrängt und beengt – sich in Theorien von einer Art Übermenschen verstrickt und doch nur auf extreme Art und Weise seinen Weg im Leben sucht.» nachtkritik

Prozessbegleitung

Theater sind komplexe Betriebe. Begleiten Sie uns auf dem Weg zu den Premieren von «Schuld» und «Sühne». Erleben Sie die estnischen Regisseure Ene-Liis Semper und Tiit Ojasoo, wenn sie sich der Gegenwart widmen und in einem Grossprojekt gleich zwei Bühnen des Luzerner Theater bespielen.

Prozessbegleitungen

  • Konzeptpräsentation von Sandra Küpper: 17. Dez, 16.00 Uhr
  • Technische Einrichtung «Sühne»: 8. Jan, 16.00 Uhr
  • 1. Bühnenprobe «Schuld»: 12. Jan, 10.00 Uhr
  • Hauptprobe 1 «Sühne»: 25. Jan, 18.00 Uhr

UND SO GEHT'S

  • Bitte melden Sie sich verbindlich und kostenfrei bis zum 1. Januar 2019 mit nebenstehendem Formular für eine der angebotenen Prozessbegleitungen an. Natürlich können Sie sich auch direkt an der Billettkasse oder unter 041 228 14 14 anmelden.
  • Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen beschränkt. 
  • Als Prozessbegleitung haben Sie ein Anrecht auf eine Premierenkarte zum Normalpreis, inkl. Cüpli, mit anschliessender Premierenfeier.

Abos & Cards

Abonnentinnen und Abonnenten geniessen im Luzerner Theater folgende Vorteile:

  • Garantiert unsere Neuproduktionen sehen, trotz Ausverkauf oder hoher Nachfrage
  • 10 – 20 % Abo-Ermässigung
  • 10 % Ermässigung auf Vorstellungen ausserhalb des Abos
  • Fester Platz bzw. Anspruch auf den besten Ersatzplatz
  • Terminsicherheit mit Tauschoption
  • Kein Anstehen an der Vorstellungskasse: Im Theater gilt Ihre Abo-Card als Eintrittskarte
  • Freie Übertragbarkeit des Abos
  • Vorgezogener Vorverkauf für die neue Spielzeit
  • Einladung zur Spielzeitpräsentation

Spieldaten

Sa 01.06.
19.30
-
22.40

Ein gesellschaftliches Poem von Ene-Liis Semper und Tiit Ojasoo nach F.M. Dostojewski. 18.45 Einführung

CHF 25 - 80
Ω
Do 06.06.
19.30
-
22.40

Ein gesellschaftliches Poem von Ene-Liis Semper und Tiit Ojasoo nach F.M. Dostojewski. 18.45 Einführung

CHF 25 - 80

Schuld & Sühne:

Ein gesellschaftliches Poem von Ene-Liis Semper und Tiit Ojasoo nach F.M. Dostojewski

Premieren 30.01.19
Box
  • 1 Stunde ohne Pause