1 Stunde 30 Minuten ohne Pause

CHF 20 - 65

CHF 10 - 21.50

zur Produktion

Howard Beale soll als Nachrichtensprecher abgesetzt werden, weil er keine Quote mehr bringt. In seiner Sendung kündigt er an, sich vor laufender Kamera umzubringen. Prompt jagt der spontane Wutausbruch die Quoten in die Höhe. Beale wird, in einer krassen Kehrtwende, vom Sender als zorniger Prophet weiterbeschäftigt. In seiner Show macht er seiner Rage in kruden Tiraden Luft und heizt Massen von Unzufriedenen an, ihm in seinem Zorn zu folgen. Doch je mehr er zum Spielball von Marketinginteressen wird und je näher er dem Wahnsinn tatsächlich kommt, desto hellsichtiger scheint er auch zu werden. Bis er schliesslich auch als durchgeknallter Prediger keinen Profit mehr bringt ...

Der Film «Network» von Sidney Lumet und Paddy Chayefsky, der in seinem Erscheinungsjahr 1976 mehrere Oscars gewann, scheint heute aktueller denn je: er zeigt eine Medienlandschaft, die die Welt in Aufruhr hält, um sich selbst am Leben zu halten. Angetrieben von Selbstsucht und Machtgier, scheint jede*r, auch mit noch so kühlem Kopf, nur die Marionette einer weiteren Marionette zu sein: wer ist hier Opfer, wer Täter*in? Lässt sich die Dynamik, die hier in Gang gesetzt wurde, wieder stoppen? Und ist da überhaupt jemand, der diese wildgewordene Medienmaschine beherrschen kann?

Wojtek Klemm kehrt mit dieser Inszenierung nach Luzern zurück. Er nähert sich dem Stoff um Medienirrsinn mit explosiver Körperlichkeit: die Figuren, ob berechnend oder ausser Rand und Band, tanzen unaufhörlich am Abgrund.

«Der Zorn ist der Beginn des Wahnsinns.»
Cicero

 

Audioeinführung

Besetzung

Produktionsteam

Regie: Wojtek Klemm Bühne und Kostüme: Magdalena Gut Licht: Clemens Gorzella Choreographie: Salome Schneebeli Sounddesign und Komposition: Benno Hiti Dramaturgie: Eva Böhmer

Pressestimmen

«<Network> am Luzerner Theater ist über weite Strecken ein unterhaltsamer, irrer und wirrer Trip.» – SRF Regionaljournal Zentralschweiz

«Im Zusammenhang mit herausragenden schauspielerischen Leistungen spricht man gerne von einer Tour de Force. Regisseur Wojtek Klemm hatte <explosive Körperlichkeit> versprochen. Versprechen eingelöst!» – Luzerner Zeitung

«Ja, <Network> im Luzerner Theater hält einem den Spiegel vor. Und unterhält -was bei einer guten Satire kein Widerspruch ist. Gehen Sie hin, hören Sie Nina Hagen, und schauen Sie den Film! Und - da sind wir wieder beim Stück - lesen Sie ein Buch.» – Luzerner Zeitung

«Die schrille und laute Inszenierung ist ein unglaublich wichtiges Stück. Es stellt uns vor die Frage, wie Kritik noch produktiv betrieben werden kann. Auch vor dem Hintergrund des Wahnsinns und des Zorns. Es wird erklärt, dass es den Moment des Wahnsinns braucht. Denn wer ist hier eigentlich wahnsinnig: Diejenigen, die das Weltgeschehen wahnsinnig macht oder diejenigen, die vor dem Abgrund stehen und unberührt bleiben?» – kultz.ch

Spieldaten

So 29.05.
13.30
-
15.00
Bühne
Schauspiel

Lee Hall
12.45 Einführung

CHF 20 - 65