CHF 40

CHF 20

zur Produktion

Im Cartoon «Popeye» von Elzie Segar trifft die Hauptfigur Popeye auf Olivia: er, tätowiert und verwegen, ein angstfreier Muskelmann – sie, unterwürfig, mager und ausgestattet mit einer hohen Piepsstimme, und ihr Vokabular erschöpft sich nahezu in einem Wort, dem Wort: «Help!»

In «LIEBE» ist alles anders: Die Autorin Sivan Ben Yishai macht die weibliche Nebenfigur zur Hauptdarstellerin; und die beiden Comicfiguren werden zu Folien für heutige heterosexuelle Paarbeziehungen. Halten wir uns nicht alle für aufgeklärt? Für feministisch und emanzipiert? Wie kommt es dann, dass wir uns voreinander schämen? Und warum gibt es noch immer so viel Ungesagtes – etwa, wenn es um Sex geht? «LIEBE / Eine argumentative Übung» ist eine Untersuchung: Immer tiefer gräbt sich die Handlung hinein in den häuslichen Raum eines jungen Paares. Das ist mal zum Lachen und mal zum Heulen, und immer getragen von einer leidenschaftlichen Suche nach Aufrichtigkeit.

Die Regisseurin Antje Schupp wird die teilweise hinreissend komischen Etüden über eine Beziehung zwischen einer Frau und einem Mann auf das Erbe hin abklopfen, das die beiden in sich tragen: gesellschaftlich, familiär, emanzipatorisch, patriarchal, aufgeklärt, abgeklärt – denn all dies lässt sich mitnichten so einfach abstreifen wie eine Unterhose vor der Liebesnacht.

«We may be through with the past, but the past is not through with us.» 
Paul Thomas Anderson

 

LIEBE, eine argumentative Übung, Luzerner Theater

 

Infos

Schweizer Erstaufführung

Besetzung

Produktionsteam

Regie: Antje Schupp Bühne und Kostüme: Christoph Sepp Rufer Dramaturgie: Dominik Busch Musik: Martin Gantenbein Musik: Ken Mallor

Spieldaten

Sa 11.09.
20.00
UG

Premiere:
LIEBE / eine argumentative Übung

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