ca. 3 Stunden mit Pause

CHF 35 – 130

CHF 17.50 – 65

zur Produktion

Susanna und Figaro freuen sich auf den langersehnten Tag ihrer Hochzeit. Was Figaro jedoch nicht weiss: Graf Almaviva möchte das alte feudale «Recht der ersten Nacht», auf das er gerade grosszügig verzichtet hat, bei Susanna wieder heimlich in Kraft setzen. Als Susanna Figaro über die Absichten des Grafen aufklärt, ist er zutiefst empört und will ihm die Stirn bieten. Was als Kampfansage beginnt, entwickelt sich zu einem undurchschaubaren  Liebeslabyrinth, dynamisch befeuert durch heimliche Briefe, Verkleidungen und Listigkeiten. Selbst Figaro droht sich im Intrigengewirr zu verheddern, wären da nicht Susanna und ihre Komplizin, die Gräfin Almaviva, die mit ihrer Klugheit und Aufrichtigkeit am Ende doch noch alles zum Guten wendet.

Regisseur Gerard Jones, Gewinner des europäischen Opernregiepreises, setzt W. A. Mozarts Oper in Szene, die – wie schon die Textvorlage von Beaumarchais – auf revolutionäre Weise nur schwer zu durchbrechende Machtstrukturen blossstellt und kritisiert. Die Figuren wirken gefangen in ihren Rollen, wollen ausbrechen, scheuen sich jedoch vor den Konsequenzen. Jones sieht in diesem Stück exemplarisch vorgeführt, dass die Elite vor der Revolution ebenso erzittert wie die Unterschicht vor der Anarchie. Solche Zustände, deren Analogien uns, unter anderen gesellschaftlichen Vorzeichen, auch heute noch begegnen, hinterfragt Mozart in seinem «Figaro» mit spielerisch-bösem Humor meisterhaft.

«Mag es immerhin den Kopf kosten, wenn es nur nicht das Herz kostet.»
Ilse Aichinger

Figaro Handschrift

Audioeinführung

Infos

Gefördert durch die Freunde Luzerner Theater

«Tutti contenti saremo così»

Im Salon Digital gibt Regisseur Gerard Jones Einblicke in seine Gedanken zur Mozart-Oper «Le nozze di Figaro». Das Video sehen Sie hier!

Für unser junges Publikum

Workshop für Schulen

Wir untersuchen die Figuren und finden heraus, ob es ein Happy End geben kann: was für verschiedene Dreiecksverhältnisse gibt es in Mozarts Oper, wie stehen die Figuren zueinander? Auf spielerische Art setzen wir die Situation und Musik in Szene(n).

  • Oktober bis Dezember 2021
  • 7. – 9. Klasse
  • Dauer: 90 Minuten
  • Schwerpunkt: Klassenunterschiede, Eifersucht und Liebesschmerz

Besetzung

Produktionsteam

Musikalische Leitung: Gabriella Teychenné Regie: Gerard Jones Bühne: Anna Yates Kostüme: Donna Raphael Licht: Marc Hostettler Dramaturgie: Talisa Walser Nachdirigat: Jesse Wong Choreinstudierung: Mark Daver

Besetzung

Vladyslav Tlushch (Conte Almaviva) Eyrún Unnarsdóttir (Contessa Almaviva) Tania Lorenzo (Susanna) Sebastià Peris (Figaro) Solenn Lavanant Linke (Cherubino) (30.10. / 05.11. / 07.11. / 21.11. / 25.11. / 27.11. / 05.12. / 17.12. / 23.12. / 31.12. / 23.02.) Eleonora Vacchi (Cherubino) (12.11. / 14.11. / 17.11. / 19.02.) Marcela Rahal (Marcellina) Robert Maszl (Don Basilio / Don Curzio) (30.10. / 05.11. / 07.11. / 12.11. / 14.11. / 17.11. / 21.11. / 25.11. / 27.11. / 05.12. / 17.12. / 23.12. / 31.12.) Ziad Nehme (Don Basilio / Don Curzio) (19.02. / 23.02.) Rainer Zaun (Don Bartolo / Antonio) Aline Dätwyler (Barbarina) Hanna Jung (Due donne) Xenia Romanoff (Due donne) Chor des Luzerner Theaters Luzerner Sinfonieorchester

Pressestimmen

«Trotz Spass und Komödiantik ist dieser «Figaro» aber auch ein Abend der grossen und intimen Gefühle. Die Grundlage dafür legt die Dirigentin Gabriella Teychenne am Pult des Luzerner Sinfonieorchesters. (...) Sie schafft einen Klang von erstaunlicher Fülle und Wärme, Transparenz und Tiefe, ja einen Sehnsuchtston, zu dem auch das Dämmerlicht der Einheitsbühne passt. Zu den vielen Bravi für die Sängerinnen und Sänger kam so in der Premiere vom Samstag ein lang anhaltender Schlussapplaus für die ganze Produktion.» – Luzerner Zeitung

«Solenn’ Lavanant Linke überzeugt in dieser Rolle [als Cherubino] ausserordentlich, was ihr die durch Applaus gekennzeichnete deutliche Zustimmung des Luzerner Publikums beschert. (...) Einen weiteren Höhepunkt dieser Art bildet die Arie «Porgi, amor, qualche ristoro», die Eyrún Unnarsdóttir in der Rolle der Gräfin mit bravouröser Leichtigkeit und Virtuosität in der Stimmbehandlung vorträgt.» – zentralplus

«Star des Abends ist das Gesangsensemble. Es bringt einen erfrischenden neuen Wind auf die Bühne, und feiert mit Le nozze di Figaro einen grandiosen Einstand.» – SRF Regionaljournal Zentralschweiz

«Dem jungen Luzerner Ensemble gelingt eine aktionsreiche, fesselnde Aufführung von hohem Standard. (...) Über das Sängerische hinaus, schauspielern und agieren die Ensemble-Mitglieder mit so viel Lust und Motivation, dass es eine Freude ist zuzusehen. » – innerschweizonline.ch

Spieldaten

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