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Schauspiel

Kaegi-Ticker: Café-Bar Güllen

Die Journalistin Gabriela Kaegi hat im Rahmen der Produktion «Der Besuch der alten Dame» einen Besuch in der Café-Bar Güllen gemacht und sich mit dem Dramaturgen Nikolai Ulbricht über das Programm in der «Box» unterhalten.

Eine coole Bar für ein cooles Publikum

Nikolai Ulbricht, Schauspieldramaturg, zuständig für die Güllen-Bar und das Programm erzählt, wie sich die «Box» über den Sommer und vor allem in den letzten zehn Tagen verändert hat:

«Auf der grossen Bühne im Theater gegenüber geht es ja in den nächsten Wochen um eine Schweizer Stadt, um Güllen. Die Güllener Netzwerke haben eine so negative Dynamik, dass am Ende ein Mensch stirbt.

Wir wollen mit unserem Café-Bar Güllen einen utopischen Gegenentwurf schaffen zum Güllen dort drüben. Wir hier hingegen zeigen, dass Luzern anders ist, dass es hier positive, vielfältige und kreative Netzwerke gibt. So hat der Bühnenbildner Jens Burde zusammen mit Luzernerinnen und Luzernern die Bar gebaut, das heisst verschiedene Luzerner Gruppen und Institutionen haben mitgearbeitet, gemalt, gezeichnet oder etwas zur Verfügung gestellt, die Güggelizunft zum Beispiel verschiedene Originale, der Sentigarten bepflanzte Hochbeete, die ganze Bar besteht aus vielen unterschiedlichen Elementen, die so zusammengekommen ist. Ebenso ist durch die unterschiedlichsten Interessensgruppen ein vielfältiges und buntes Programm entstanden, das hier bis zum 22. September gezeigt wird. Unsere Café-Bar Güllen soll ein offener Begegnungsort sein.

Kaegi-Ticker, Café-Bar Güllen

Kaegi-Ticker, Café-Bar Güllen

Wir haben einerseits einzelne Leute auf unser Vorhaben angesprochen, aber andererseits auch Vereine angeschrieben und angefragt, ob sie Lust auf eine Kooperation hätten. Anfänglich war der Rücklauf eher zögerlich, aber dann hat es sich doch irgendwie rumgesprochen, die Netzwerke wurden aktiv und schliesslich sind auch viele Gruppierungen von sich aus mit Ideen an uns herangetreten. So dass wir jetzt ein ziemlich volles Programm präsentieren können, ohne dass wir jemanden hätten zurückweisen müssen. Es hat genau gepasst! Alles in allem sind es über 400 Leute, die hier auftreten. Es gibt Proben und Konzerte verschiedenster Luzerner Chöre und Musikgruppen, es gibt Podiumsdiskussionen, Lesungen, Tango-Abende, Kurzfilme von Jungtalenten, Spielnachmittage und Märlistunden und an Markttagen gibt es Frühstück. Also eine richtig bunte Mischung ist das!

Wir haben uns bewusst gegen ein kuratiertes Programm entschieden, jeder und jede soll mitmachen können. Lediglich zwei Kriterien haben wir festgelegt: keine kommerziellen und auch keine parteipolitischen Veranstaltungen. Aber interessanterweise haben wir auch keine solchen Anfragen bekommen.

Der Raum selbst präsentiert sich als eine Mischung zwischen Bar und Museum. Hier stehen Schiffsmodelle, die der Schiffsmodellclub Luzern gebracht hat, es hängen Karikaturen an den Wänden, die Bar wurde bemalt, das Foto-Team Luzern hat Fotos zur Verfügung gestellt, das Spielemuseum hat Flipper-Kästen und auch sonst ganz viele Spiele hergebracht.

Kaegi-Ticker, Café-Bar Güllen

Letzten Samstag haben wir die Café-Bar Güllen eröffnet, gemeinsam symbolisch ein Band durchgeschnitten und anschliessend gefeiert. Das Publikum, das bisher vorbeigekommen ist, ist sehr gemischt: Theaterinteressierte, aber auch zufällige Passanten schauen vorbei, viele Touristen auch, die der Reuss entlang spazieren. Es ist eine bunte Mischung, und genau so haben wir es uns gewünscht.»

Kaegi-Ticker, Café-Bar Güllen

Kaegi-Ticker, Café-Bar Güllen

Kaegi-Ticker, Café-Bar Güllen

Kaegi-Ticker, Café-Bar Güllen