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Schauspiel

Eine Serie geht zu Ende

LETZTE STAFFEL IN DER «TAYLOR AG» – Im Schatten von Tschechows Gewehr

Fast drei Monate nach dem Start beginnt nun diese Woche schon die letzte Staffel der Theaterserie «Taylor AG». Konni, Katrin und Stefan (aka AG 2602) haben in der letzten Woche Vieles erlebt: Sie haben sich fast endgültig gespalten, sie haben erfahren, dass die Welt draussen in Aufruhr ist, sie mussten kryptische Botschaften entschlüsseln und die Taylor AG hat ihr autoritäres Wesen offenbart und einen Witz über sich selbst zensiert. Wann genau  hat die künstliche  Intelligenz ihren Humor verloren? Neben all diesen Herausforderungen mussten die Drei kreativ bleiben, und jeden Tag eine neue Idee produzieren. Und am Ende der letzten Staffel bekamen sie sogar das erste Mal seit 25 Tagen menschlichen Besuch! Jenny, die Rausprogrammierte hat das Security-System der Taylor AG ausgetrickst, und ist als Paket verkleidet erfolgreich durch die Lieferklappe in die Arbeitsgemeinschaft gerutscht. Bevor aber die Gruppe mehr über sie erfahren konnte, ist sie leider viel zu schnell gestorben. Sie hat nur Fragen im Raum hinterlassen, und eine Pistole… 

Und wenn ein Gewehr auf der Bühne auftaucht, wird es auch abgefeuert – so  Tschechows Gesetz. 

Und wenn diese Regelmässigkeit auch in der AG gilt, dann haben Konni, Katrin und Stefan ein echtes Problem.  Zum Glück kriegen sie auch noch in solchen schwierigen Zeiten Unterstützung von Expertinnen und Experten:

Sie müssen trotz allem weiterarbeiten, aber wofür letzen Endes? Zu Recht stellt sich die die Gruppe diese Frage nach dem Sinn ihrer Arbeit und auch nach dem Sinn des Lebens.  Für diese grossen Fragen wird niemand anders als der Theologe Florian Flohr mit Katrin, Konni und Stefan nach Antworten suchen. Schaffen sie es ihren Zweifel zu mildern? (Dienstag,12. Mai)

Falls aber Tschechows Gesetz eventuell in Kraft treten sollte, und jemand erschossen wird - gibt es noch einen Weg zurück? In wiefern ist es möglich, tote Körper wieder lebendig zu machen? Ob das ins Reich der Science Fiction reicht oder einfacher ist als gedacht, wird mit der Fachärztin Dr. Anne Renner diskutiert. (Mittwoch, 13. Mai)



Aber wenn doch niemand stirbt, bzw. wenigstens eine Person die 30-Tage-Periode in der Taylor AG überleben sollte, was macht man danach? Ferien wären naheliegend nach der harten Arbeit, doch erstmal muss die Reise geplant werden.  Ob man sich bald mit fliegenden Autos in der Zukunft fortbewegt, oder ganz andere neue Mobilitätskonzepte umgesetzt werden ist schwer vorauszusehen. Verkehrsingenieurin Milena Scherer wird ihren Wissenstand mit der AG teilen, um zukunftsbewusster Ferien planen zu können. (Donnerstag, 14. Mai)

Gegen das Ende der Serie muss es Bilanz gezogen werden. Die Taylor AG sperrt zu Produktivitätszwecken Menschen ein. Muss man das wirklich wie ein Naturgesetz akzeptieren? Oder ist das ethisch nicht sehr fragwürdig? Noch dazu - ohne spoilern zu wollen - steht die Arbeitsgruppe vor einer grossen, schwerwiegenden Entscheidung, bei der sie vielleicht Expertenwissen gut gebrauchen könnte.  Nach dem Gespräch mit der Ethikerin Dr. Anna Maria Riedl werden der Gruppe die ethischen Aspekte ihrer Entscheidungen bewusst sein. (Freitag, 15. Mai)

Im Staffel- und Serienfinale kommt es zu einer unerwarteten Wendung, die auch die Machtverhältnisse neu verteilt. Damit aus dem Chaos Ordnung geschaffen wird, braucht es Gesetze, denn sonst macht die Taylor AG, was sie will, oder was noch fraglicher ist: Die Menschen tun, was die Taylor AG will. Doch wer trägt die Verantwortung, wenn etwas in der AG schiefgeht? Damit wir uns im Labyrinth des Rechts nicht verlaufen werden, wird in der letzten Folge die Rechtswissenschaftlerin Zaîra Zihlmann auftreten und sich mit der Arbeitsgruppe darüber austauschen, welche neuen Gesetze im digitalen Zeitalter nötig sind. Damit das Ganze nicht in Selbstjustiz mündet. (Samstag, 16. Mai)

Alle Infos zur «Taylor AG» und die vergangenen Folgen zum Nachschauen finden Sie auf unserer Produktionsseite.

 

Luzerner Theater

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