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Schauspiel

Besuch in der Kostümabteilung

Ulrike Scheiderer, Leiterin der Kostümabteilung des Luzerner Theater, führt den Dramaturgen Gábor Thury durch ihre Abteilung und spricht über den Produktionsprozess vom «Kleinen Gespenst».

«Das kleine Gespenst» wird von der Musikerin Dóra Halas und von Kostümbildnerin Fruzsina Nagy inszeniert. Letztere ist für ihre spektakulären und aufwendigen Kostüme bekannt und hat für das diesjährige Familienstück rund 70 entworfen, die unter anderem von den Mitgliedern des Lucerne City Choir getragen werden. Kurz vor der Premiere gibt es in der Kostümabteilung einen dementsprechend surrealen Ausnahmezustand: Überall sind märchenhafte Kostümelemente zu sehen– ein Drachenkopf links, ein Anzug für Uhu Schuhu rechts, und auch das Hotel Schweizerhof als Abendkleid ist zu entdecken:

Das kleine Gespenst, Luzerner Theater

«Damit eine Produktion in solcher Grösse entstehen kann, ist aus den Abteilungen des Luzerner Theater ein Coworking Space geworden», erzählt Ulrike Scheiderer. Auch Werkstätten, die sonst weniger mit Kostümen zu tun haben, waren Teil des Prozesses.


 


 

Im Klassiker von Otfried Preußler erscheint das kleine Gespenst auch auf dem Markt und sorgt für ein grosses Durcheinander, sobald die Verkäuferinnen die unbekannte Gestalt bemerken. In der Inszenierung von Nagy und Halas werden die Marktstände zu Kostümen. Zum Fischstand hat Ulrike Scheiderer, wie sie berichtet, sogar Tipps und Unterstützung von einem Luzerner Fischhändler eingeholt:
 

 

Das kleine Gespenst, Luzerner Theater

Nach dem Fischstand begegnen wir Kostümen, die verschiedenste Verkehrsmittel abbilden: einem Bus, einem Ferrari, einem Dampfschiff, dem City-Train und sogar der Pilatusbahn. Alle werden in der Szene vorkommen, in der das kleine Gespenst den Stadtverkehr verwirrt und den Verkehrspolizisten erschreckt. 

Das kleine Gespenst, Luzerner Theater

Der kostümbildnerisch wenig begabte Dramaturg könnte fragen, warum die Kostüme nicht einfach aus Karton angefertigt werden – dazu hat Ulrike Scheiderer natürlich eine Antwort:

So werden aus dem Wilhelm-Tell-Dampfschiff Haute-Couture-Hosenträger:

Das kleine Gespenst, Luzerner Theater

Auch Camilla Vilforth, die Kostümbearbeiterin, haben wir getroffen. Sie hat u.a. alle Oberteile für die Kostüme angefertigt. Über ihr Lieblings-Kostümteil erzählt sie:

Das kleine Gespenst, Luzerner Theater

Das kleine Gespenst, Luzerner Theater

So eine grosse Kostümproduktion muss natürlich mit der Luzerner Fasnacht zu tun haben – und auch dazu gibt es von Ulrike Scheiderer eine Anekdote (und als Teil der Theateratmosphäre, ist in dieser Aufnahme eine Ansage vom Inspizienten zu hören)

Das kleine Gespenst, Luzerner Theater

Das kleine Gespenst, Luzerner Theater

Welche fantasievollen Kostüme es im Stück noch geben wird, und wie sich gemeinsam spektakuläre Bilderwelten auf die Bühne zaubern, erfahren Sie ab dem 19. November – denn ab diesem Tag spukt das kleine Gespenst durch das Luzerner Theater.

Das kleine Gespenst, Luzerner Theater