Flow My Tears - Das letzte Fest

Ein szenisch-musikalischer Abend mit Musik von John Dowland und Text von Paul Verrept

A scenical, musical night with music of John Dowland and a text by Paul Verrept

«Flow My Tears» - Nur bis zum 10. März im «Globe»

Musikjournalistin Gabriela Kaegi exklusiv in unserem Journal.

«Flow My Tears» - Nur bis zum 10. März im «Globe»

Musikjournalistin Gabriela Kaegi exklusiv in unserem Journal.

Premiere 02.03.18
  • 1 Stunde 10 Minuten ohne Pause

Zum Stück

Informations

Es wird ein letztes Fest gefeiert, eine letzte Melodie erklingt: «Flow My Tears». Das überbordende Gefühl der Melancholie wird zelebriert – ein Zustand, der in der Renaissance viel mehr als Traurigkeit war. Er galt als die schöpferische Kraft zur Inspiration, als Muse für die Kunst. Kein kreativer Akt ohne Abgrund. Was auch für spätere Philosophen wie Schopenhauer, Nietzsche oder Heidegger als Grundvoraussetzung für Kreativität galt, wird heute oft negativ bewertet, obschon die Glücksforschung betont: Wer das Unglücklichsein nicht kennt, kann auch das Glück nicht schätzen.
Gemeinsam mit Sängerinnen und Sängern des Opernensembles und drei Musikern begibt sich Regisseur Wouter Van Looy auf die Spuren des Lebensgefühls des elisabe­thanischen Zeitalters und des Komponisten John Dowland. Er bittet die Zuschauer ins wieder errichtete «Globe», spannt einen musikalischen Bogen von der Renaissance zum Heute, kombiniert Lautenmusik mit elektronischen Sounds und unternimmt eine Ehrenrettung der melancholischen Untergangstimmung – ein sinnlich performativer Abend mit der Mezzosopranistin Marina Viotti im Mittelpunkt.

  • Einführung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn

A long table filled with empty glasses. All friends have gone. The party is over. The ashtray is overflowing, last night's only reminder. Loneliness sets in. Sunday-evening-blues. The sadness over the fleeting nature of happiness. But there is this melody, conjuring melancholy, celebrating it: «Flow my tears». Maybe there is a last celebration to be held.

Singers of the ensemble and several musicians follow director Wouter Van Looy on the tracks of the Elizabethan lifestyle and composer John Dowland. He asks the audience for a dance, forging a bridge from the Renaissance to today, from the sound of the lute to heavy metal music. Melancholy might be in disgrace today, but was once celebrated as the base for creativity by philosophers and artists such as Schopenhauer, Nietzsche, Heidegger or Dürer. Let's retrieve it! And as any researcher of happiness would say: If it weren't for sadness, you wouldn't know happiness, either.

  • Introduction to the work 45 minutes before showtime
DE
EN

Besetzung

Produktionsteam

Musikalische Leitung und Arrangements: Vincent Flückiger Konzept und Inszenierung: Wouter Van Looy Bühne: Natascha von Steiger Kostüme: Margot Gadient-Rossel Licht: Marc Hostettler Sounddesign: Frédéric Chappuis Dramaturgie: Caterina Cianfarini, Laura Schmidt

Infos

Sitz- und Sichtverhältnisse im «Globe»

Wie bei «Prometeo» oder «Tanz 22: Up/Beat» in der vergangenen Spielzeit überbauen wir auch diese Saison den kompletten Zuschauer- und Bühnenraum und spielen, ganz elisabethanisch, ganz das Goldene Zeitalter, Shakespeare und Dowland. Bei «Flow My Tears» sind die Prometeo-Matratzen wieder dabei. Darüber hinaus sitzen Sie in alten und neuen Rängen sowie im Parkett in Stuhlreihen und Theatersesseln. Von allen Seiten und auf verschiedenen Ebenen können Sie das Geschehen verfolgen, jeder Platz ermöglicht eine andere Perspektive. Unten ganz nah dran, ohne Schwelle und barrierefrei.

KAEGI-TICKER

Die Musikjournalistin Gabriela Kaegi schreibt regelmässig zu den Opernpremieren. Derzeit schreibt sie im Kaegi-Ticker zum Probenprozess von «Flow My Tears - Das letzte Fest» und dokumentiert mit Filmchen, Fotos und Kurzinterviews die Entstehung der Produktion.

Nachtdernière

Die Besucherinnen und Besucher der Nachtdernière am 10. März haben vor der Vorstellung die Gelegenheit, gemeinsam mit den drei Hauptcharakteren, Vincent Flückiger, Frédéric Chappuis und Marina Viotti eine warme Suppe zu sich zu nehmen.

Dank

Theaterclub Luzern
Der Theaterclub Luzern unterstützte «Flow My Tears» mit einem Crowdfunding-Projekt!

Pressestimmen

«Die Sängerinnen und Sänger des Opernensembles – allen voran Mezzosopranistin Marina Viotti – zeigen eine beeindruckende Leistung.» SRF Regionaljournal Zentralschweiz

«Marina Viotti singt und spielt die Hauptrolle, die Allegorie der – göttlichen (?) – Führerin mit berührender Fragilität.» Luzerner Zeitung

«Dowlands schwermütige, suggestive Melodien sind zeitlos und verzaubern noch immer. Auch im Theater Luzern.» Journal 21

«Die angekündigte ‛Ehrenrettung der melancholischen Untergangsstimmung‛ ist gelungen.» Zentralplus

Spieldaten

Fr 02.03.
19.30
-
20.40

Ein szenisch-musikalischer Abend mit Musik von John Dowland und Text von Paul Verrept
18.45 Uhr Einführung
Anschliessend Premierenfeier

CHF 60
So 04.03.
13.30
-
14.40

Ein szenisch-musikalischer Abend mit Musik von John Dowland und Text von Paul Verrept
12.45 Uhr Einführung

CHF 60
So 04.03.
19.00
-
20.10

Ein szenisch-musikalischer Abend mit Musik von John Dowland und Text von Paul Verrept
18.15 Uhr Einführung

CHF 60
Mi 07.03.
19.30
-
20.40

Ein szenisch-musikalischer Abend mit Musik von John Dowland und Text von Paul Verrept
18.45 Uhr Einführung

CHF 60
Do 08.03.
19.30
-
20.40

Ein szenisch-musikalischer Abend mit Musik von John Dowland und Text von Paul Verrept
18.45 Uhr Einführung

CHF 60
Sa 10.03.
20.00
-
21.10

Ein szenisch-musikalischer Abend mit Musik von John Dowland und Text von Paul Verrept
19.15 Uhr Einführung

CHF 60
«Flow My Tears - Das letzte Fest» - Die Fotogalerie
Interview mit Bühnenbildnerin Natascha von Steiger
Der Kaegi-Ticker zu «Flow My Tears - Das letzte Fest» - Teil 1 - 5