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Dóra Halas

Regisseurin

Dóra Halas ist Chorleiterin, Komponistin, Musikpädagogin und Theatermacherin, die in Zusammenarbeit mit Chören und Theatergruppen jeweils neue Kompositionen für Inszenierungen und Performances kreiert. In ihren Arbeiten verwendet und dekonstruiert sie bereits existierende Musik aus aller Welt, entwirft eigene minimalistische Kompositionen – aber vor allem erarbeitet sie mit ganz eigenen Methoden des kollektiven Brainstormings, der Improvisation und Komposition aus den Gruppen heraus neue musikalische Werke. 

Geboren 1978, verbrachte Dóra Halas ihre Kindheit in Syrien, Zypern und Ungarn und kam auf diese Weise schon früh mit unterschiedlichen Kulturen und Menschen in Kontakt. Sie studierte Chorleitung und Musikpädagogik an der Franz-Liszt-Musikakademie Budapest, an der sie auch eine Promotion über Chorimprovisation abgeschlossen hat. Nach ihrer mehrfach international ausgezeichneten Arbeit mit traditionell arbeitenden Chören, wechselte Dóra Halas in das experimentellere Feld der Chormusik. Im Zentrum aller von ihr gegründeten Chorensembles und ihrer Workshops – sowohl für Amateure als auch für Profis – steht ihre sehr eigene Methode des kollektiven Komponierens. Ihr erfolgreichstes Ensemble ist «Soharóza», ein experimenteller Chor, mit dem sie innovative Performances erschaffen hat, in denen verschiedene Kunstdisziplinen und Genres aufeinandertreffen. Die Performer und Performerinnen als kreative Mitgestalter auf allen Ebenen einzubeziehen, ist ein wichtiger Grundsatz ihrer Arbeit.

Als Chorleiterin, Sängerin und Komponistin wirkte sie an zahlreichen Inszenierungen mit, unter anderen von renommierten ungarischen Regisseuren wie Árpád Schilling, Róbert Alföldi, Viktor Bodó und Gábor Goda.

Seit 2017 arbeitet sie mit der Kostümbildnerin und Theatermacherin Fruzsina Nagy zusammen und hat mit ihr ein eigenes musikalisch-visuelles Theaterformat entwickelt: die sogenannten Catwalk-Concerts: Ein Chor singt verspielte und mehrschichtige Kompositionen von Dóra Halas und präsentiert gleichzeitig die humorvollen und spektakulären Kostüme von Fruzsina Nagy. In ihren gemeinsamen Arbeiten setzen sie sich mit gesellschaftlichen Themen wie den Tabus unserer Zeiten oder absurden, kafkaesken Vorgängen in der Bürokratie auseinander. 

In der Spielzeit 2019/2020 setzen Fruzsina Nagy und Dóra Halas ihre gemeinsame Arbeit fort: Am Luzerner Theater inszenieren sie «Das kleine Gespenst» und erzählen die Geschichte von Otfried Preußler mit ihrer unverkennbaren Handschrift als grosses musikalisch-visuelles Spektakel. 

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