Undine – Die kleine Meerjungfrau

Luzerner Theater

Undine – Die kleine Meerjungfrau

Kinderstück von Franziska Steiof
Nach Hans Christian Andersen und Friedrich de la Motte Fouqué
In Zusammenarbeit mit der Hochschule der Künste Bern
Schweizer Erstaufführung
Premiere: 18. November 2015

Wenn etwas nicht mehr richtig ist, dann kann man auch gehen. Das hab ich heute ausprobiert und es klappt.

Undine, die jüngste Tochter des Meerkönigs, wünscht sich, die unbekannte Menschenwelt einmal mit eigenen Augen zu sehen. Aber das ist ihr verboten, sie ist noch zu jung. Als der junge Prinz Hans bei einem Schiffbruch um ein Haar ertrinkt, rettet Undine ihm das Leben und verliebt sich Hals über Kopf. Sie entschliesst sich gegen den Willen des Vaters, ihr Zuhause zu verlassen und dem Prinzen an Land zu folgen. Bei der Meerhexe tauscht sie dafür ihr Lachen gegen Beine ein. Furchtlos betritt sie die fremde, strenge Menschenwelt, deren merkwürdige Regeln sie erst einmal auf den Kopf stellt. Undine ist irritiert und begeistert zugleich und hofft, dass Prinz Hans ihre Liebe erwidert. Doch diese wird auf eine schwere Probe gestellt, als der Prinz eine andere Frau heiraten soll.

Hans Christian Andersens Märchen «Die kleine Meerjungfrau» von 1837 basiert auf der Sage der Wassernymphe Undine. Franziska Steiof hat Motive von Andersen und aus de la Motte Fouqués Erzählung «Undine» von 1811 verarbeitet und in eine kindgerechte Sprache übersetzt. Steiof verfasste zahlreiche Kinder- und Jugendstücke, mit «Undine – Die kleine Meerjungfrau» wurde sie 2010 für den Deutschen Kindertheaterpreis sowie den Mülheimer Kinderstückepreis nominiert.

Claudia Brier ist freie Theaterregisseurin und lebt in Konstanz. Sie studierte Regie in Hamburg und arbeitete u. a. am Theater Baden-Baden, Staatstheater Braunschweig, Landestheater Innsbruck, Theater Neumarkt Zürich und am Konzert Theater Bern.

 

Kinder bis 16 Jahre erhalten 50% Ermässigung.

 

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Empfohlen ab 6 Jahren

PRESSESTIMMEN

Judith Cuénod als Undine zieht das Publikum vom ersten Moment an mit ihrer rührenden, naiven und doch so klugen Art in den Bann. Man möchte sie heiraten oder adoptieren. Gleich drei Rollen spielt Patric Gehrig und erweckt den Vater Kühleborn ebenso mächtig zum Leben wie den strengen Zeremonienmeister. Dazwischen schlüpft er in das Polypenkostüm – eine sportliche Leistung. Nico Herzig als Prinz Hans würde man selber auch vor dem Ertrinken retten, so knuffig wirkt er. Der Meerhexe ein herrlich-divenhaftes Gesicht gibt Bettina Riebesel. Zum Ensemble gehören auch Katharina Kessler und Melina Pyschny, welche die Schwestern von Undine ebenso reizend spielen wie die Dienerinnen am Königshof (originell der Touch «Chinoise») und die anmutigen Luftgeister. Fünf Buben glänzen in ihren Nebenrollen durch coole Hip-Hop-Einlagen. (…) Für das Kinderstück hat Franziska Steiof Motive von Hans Christian Andersen und Friedrich de la Motte Fouqu verarbeitet und in eine heutige, kindgerechte Sprache übersetzt. Dass ihr dies gelungen ist, zeigten die Kinder gestern am Ende des Spiels: Sie wurden nicht müde, «Zugabe!» zu rufen, zu trampeln und leidenschaftlich zu klatschen und zu jubeln.

Neue Luzerner Zeitung, 19. November 2015

 

 

Die Kostüme sind märchenhaft schön, «so schön kann Plastik sein», meinte eine Besucherin. Die Figuren sind herrlich, das Bühnenbild manchmal fast magisch mit den Lichteffekten, sogar die Kleinsten erkennen darin das Wasser. Judith Cuénod überzeugt als lebenslustige aber auch mutige Undine, Nico Herzig als Prinz Hans ist genau das, herzig, aber eben auch Prinz und Patric Gehrig mutiert so überzeugend vom Vater zum Polypen und zum Hofmeister, dass man erst nach der Vorstellung merkt, dass das ein und derselbe Schauspieler gewesen war. Dass Franziska Steiof die Motive aus Hans Christian Andersens Märchen «die kleine Meerjungfrau» und de la Motte Fouqués Erzählung «Undine» in eine kindgerechte Sprache übersetzt hat, merkt man daran, dass im Theatersaal während der ganzen Aufführung eine andächtige Stille herrscht, ausser wenn der Prinz und Undine sich küssen. Das mögen die Kleinen nicht und rufen «Bravo» wenn Undines Vater es ihnen verbieten will.

Eine wunderbar verspielte Inszenierung, tolle Musik, überzeugende Schauspieler und Kostüme zum Träumen. Diese Undine ist eigentlich ein Muss für Eltern mit kleinen Kindern, für Nonnas und ihre Enkel und für all jene, die noch ein bisschen Kind geblieben sind und denen es nichts ausmacht, sich auch ohne eines im Theatersaal blicken zu lassen!

Innerschweiz Online, 3 Dezember 2015

Medienpartner: Radio Pilatus