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Luzerner Theater

Tanz 13: Dornröschen

Ballett von Stijn Celis mit Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowski
Nach dem Märchen von Charles Perrault
Uraufführung
Premiere: 27. September 2013

Bis heute ist «Dornröschen» eines der beliebtesten Ballette und bezaubert das Publikum seit seiner Entstehung Ende des 19. Jahrhunderts. Pjotr I. Tschaikowski schuf eine farbenprächtige, einfühlsame und reife Komposition, die alle bisher geschriebenen Ballettmusiken übertraf und so Massstäbe für das 20. Jahr­hundert setzte. Nach der St. Petersburger Premiere im Januar 1890 war «Dornröschen» tatsächlich Stadtgespräch in der Metropole des klassischen Tanzes.

Schönheit, zum Leben erweckt durch die Liebe, besiegt die dunklen Elemente des bösen Schicksals. Prinzessin Aurora wird bei ihrer Taufe von der feindlichen Fee Carabosse verwünscht und soll an ihrem 16. Geburtstag an einem Spindelstich sterben. Aber die Fliederfee mildert den Fluch: Aurora wird nach hundertjährigem Schlaf vom ersehnten Prinzen Desiré erweckt. Das Hochzeitsfest, der letzte Akt des Balletts, führt eine Parade durch den Kosmos unzähliger Märchen­figuren vor, die keinen Zweifel daran lässt, dass Prinz und Prinzessin ewig glücklich sein werden.

Wie aber erzählt sich ein Märchen heute? Der renommierte Choreograf Stijn Celis, tätig für grosse Tanzkompanien wie das Semperoper Ballett Dresden, Cedar Lake New York, Les Grands Ballets Canadiens de Montréal u.v.m., begegnet dem bekannten Märchenstoff mit einem Augenzwinkern und kreiert mit dem Ensemble «Tanz Luzerner Theater» eine neue und persönliche Lesart der Geschichte um die schlafende Schöne und den rettenden Prinzenkuss.

Die Vorstellung dauert ca. 2 Stunden, inklusive einer Pause nach dem Ersten Akt.

Die Besetzung für Ihre gewünschte Vorstellung entnehmen Sie bitte unten aus dem Besetzungsplan.

Hier geht es zum Tanzvermittlungsangebot «Enter: Dornröschen» für Schulgruppen.

Das Nach(t)gespräch zur Produktion findet im Anschluss an die Vorstellung des 9. November 2013 im Foyer des Luzerner Theaters statt.

 

Theatermenu im Romantik Hotel Wilden Mann

Geniessen Sie vor der Vorstellung das 3-Gang Romantik Menu im Hotel Wilden Mann. Das Menu wird saisonal und regelmässig gewechselt mit der Auswahl zwischen Fisch oder Fleisch beim Hauptgang und Käse oder Dessert als Nachspeise.

Tischreservation ab 2 Stunden vor Vorstellungsbeginn. CHF 56 pro Person. Buchen Sie Ihren Restaurantbesuch an unserer Theaterkasse oder online zusammen mit Ihrem Ticket.

 

PRESSESTIMMEN

Die Figurenentwicklung nimmt vor allem im 2. Akt ihren Lauf. Der Prinz entwickelt sich zu einem jungen Mann, der sich aus den Fesseln seiner Mutter, der bösen Fee Carabosse, zu winden versucht. Diese Rolle tanzt die spanische Gasttänzerin Sandra Maria Garcia, die mit ihrem darstellerischen Talent in Bann zieht. Ihr Pas de deux mit Jim De Block (Zweitbesetzung: Davidson Farias) ist einer der Höhepunkte dieses Ballettabends. Sie versucht ihn an sich zu binden, er sehnt sich nach Freiheit. Der Prinz verliebt sich ausgerechnet in Dornröschen (getanzt von Chiara Dal Borgo/Rachel Lawrence), in diejenige Frau, die seine Mutter verwunschen hat. Carabosse zerbricht und mit ihr ihre dunkle Macht.

Die Geschichte erzählt Celis in klassischer Weise und ergänzt diese mit schrillen modernen Elementen, die er sich aus der Gegenwart ausleiht: Die guten Feen tragen blonde Perücken und knappe Kostüme, die Prinzen Sonnenbrillen und Hosen in Zebramuster. Doch sind es nicht die grellen skurrilen Kostüme, der Charakter jeder Figur kommt durch ihre eigene Bewegungssprache zur Geltung. Es ist eine höchst expressive zeitgenössische Tanzsprache – abstrakter Tanz, der sich in poetischen Bildern verständlich macht. „Die Bewegungssprache, um all die Emotionen zu erzählen, ist auf dieser kleinen Bühne expressiver als für eine große“, so Celis.

(www.tanznetz.de, 18. November 2013)

 

Dabei zeigt Chiara Dal Borgo in der Titelrolle mit federleichter, unschuldiger Mädchenhaftigkeit, dass Erwachsenwerden die natürlichste Sache der Welt ist: Wo sie im Traum den Prinzen wachküsst und von ihm real aus der Schlafstarre gelöst wird - auch das ein starkes Bild -, ist die Entdeckung der Liebe keine Erschütterung, sondern ein Fest. Sie und der geschmeidige Prinz von Jim De Block lassen die Hände flattern wie Vögel im Wind und sind zärtlich und leidenschaftlich wie im Kino. Den Gegensatz dazu bildet die böse Fee der grossartigen Sandra Mann Garcia: Wenn sie ihren Fluch in stilisierten Kampfszenen gegen den König (Ihsan Rustem) durchsetzt oder in Gebärstellung mit ihrem sich entwindenden Sohn ringt, ist das pure Tanzmagie, wo sich die Kräfte durch den Raum hindurch anziehen und abstossen, als wäre die Bühne ein brodelndes Magnetfeld. (…) Celis' Erfindungsreichtum zeigen auch die Freierszenen: Wo die Männerphalanx mit gleitenden Ausfallschritten so bedrohlich wie ehrerbietend das Dornröschen bedrängt, das mitreissen und einwickeln lässt und sich doch immer wieder entzieht, ist das grosse Tanzkunst, die das Niveau des Luzerner Ensembles eindrücklich bestätigt.

(Zentralschweiz am Sonntag, 29. September 2013)

 

Seit der Uhraufführung in St. Petersburg im Januar 1890 ist das Ballett «Dornröschen» eines der beliebtesten Ballette des Repertoires. Zahlreich international aufgeführt, wagte sich bis jetzt noch kein Schweizer Choreograph an den altbekannten Märchenstoff. Nun kreiert Stijn Celis mit dem Tanzensemble des Luzerner Theaters und dem Luzerner Sinfonieorchester eine gelungene Schweizer Erstaufführung. (…) Stijn Celis gibt dem Märchen aber auch so manch andere Wendung. So werden kurzerhand verwandte Märchenfiguren von Charles Perraults in den Tanz miteinbezogen, die die Beziehung des Prinzenpaars vorerst noch stören. Die Wiederaufnahme des Stücks weist psychologische Tiefe auf. So kann der Kuss mit der Erweckung der Libido und der Entfaltung der Weiblichkeit gleichgesetzt werden. Das gesamte Stück wird vom Warten durchzogen, dass auf ein Finden der eigenen Harmonie hindeutet. Physisch kraftvoll und mit einer breiten Palette an Emotionen zeigt sich der Tanz 13 des Luzerner Theaters. So fungiert das zeitgenössische Ballet Dornröschen als künstlerisches Ventil, dass das Publikum am Tanz und der Virtuosität der Darsteller teilhaben lässt.

(www.kulturteil.ch, 28. September 2013)

Besetzungsplan

 Prinzessin Aurora: Chiara Dal Borgo (29.11. | 1.12. | 15.12.2013 | 18.1.2014 | 22.1.2014) /

Rachel Lawrence (7.11. | 9.11. | 16.11. | 21.12. | 22.12.2013 | 20.2.2014)

Prinz Désiré: Jim De Block (29.11. | 1.12. | 15.12.2013 | 18.1.2014)  /

Davidson Farias (7.11. | 9.11. | 16.11. | 21.12. | 22.12.2013 | 22.1.2014 |   20.2.2014)

Carabosse: Sandra Marí n Garcia (7.11. | 9.11. | 16.11.2013 | 20.2.2014) /

Laia Duran Fígols (29.11. | 1.12. | 15.12. | 21.12. | 22.12.2013 |  18.1.2014 | 22.1.2014 )

König: Ihsan Rustem / Luca Signoretti

Königin: Salome Martins / Aurélie Robichon

 

Die guten Feen

                Fliederfee: Rachel Lawrence / Chiara Dal Borgo

                Die belesene Fee: Laia Duran Fígols / Eva Calanni (Hospitantin)

                Musikfee: Ana Portela (Hospitantin) / Salome Martins

                Amazone: Aurélie Robichon / Myronne Rietbergen (Hospitantin)

 

Prinzen: Craig Davidson, Samuel Déniz Falcón, Luca Signoretti

Davidson Farias / Anton Rosenberg

 

Der Schlaf: Craig Davidson, Samuel Déniz Falcón

 

Rotkäppchen: Sandra Marí n Garcia / Laia Duran Fígols

Der Wolf: Ihsan Rustem

Der gestiefelte Kater: Davidson Farias / Jim De Block

Die weisse Katze: Luca Signoretti

Cinderella: Craig Davidson

Cinderellas Prinz: Samuel Déniz Falcón

 

Junge Aurora: Anna Stearn / Lilly Schmuckli


Produktionssponsor:

Produktionssponsor TGS Architekten

Medical Partner: Sportmedizin St. Anna im Bahnhof

Medienpartner: Zentralschweizer Fernsehen Tele 1

Tanz Luzerner Theater wird freundlicherweise unterstützt von den TANZfreunden Luzerner Theater und der Daria Nyzankiwska Dance Foundation.