Monster

Theater Pavillon

Monster

Jugendstück von David Greig
Deutsch von Barbara Christ
Koproduktion mit dem VorAlpentheater
Schweizer Erstaufführung
Premiere: 20. Februar 2016

Irgendwo mitten auf einem weissen Feld prescht ein Mädchen durch den Nebel, sieht nichts als Weiss und Grau, kennt Oben und Unten nicht.

Ducks Leben ist eine einzige Überforderung. Zwischen Käsemakkaroni und Pizzakartons ist sie in ihrem Alltag mit einigen Herausforderungen konfrontiert: Seit ihre Mutter bei einem Motorradunfall gestorben ist, lebt Duck allein mit ihrem Vater, der an Multipler Sklerose leidet, gegen das Zittern seiner Hände Gras raucht und die Nächte vor dem Computer im virtuellen Multiplayer-Universum verbringt. Bisher sind sie als Team gut über die Runden gekommen, nun hat sich aber die Frau vom Jugendamt angekündigt, die Wohnung sieht aus wie ein Saustall, Ducks Schulkollege Lawrence macht ihr ein unmoralisches Angebot und ausgerechnet heute steht auch noch die norwegische Internetbekanntschaft von Ducks Vater vor der Tür. Die Dinge drohen komplett aus dem Ruder zu  laufen, kurz entschlossen entwickelt Duck einen aberwitzigen Plan, der alle  Beteiligten in ein Chaos aus haarsträubenden Lügen und verwirrenden Begegnungen verstrickt...

Der schottische Dramatiker David Greig, geboren 1969 in Edinburgh und aufgewachsen in Nigeria, ist einer der erfolgreichsten und produktivsten britischen Dramatiker seiner Generation. 1996/97 war er Hausautor der Royal Shakespeare Company, ausserdem verfasst er Hörspiele und Drehbücher für die BBC. «Monster» in der Übersetzung von Barbara Christ wurde 2014 mit dem Deutschen Jugendtheaterpreis ausgezeichnet.

«Monster» entstand 2011 in Zusammenarbeit mit der Gruppe «Theatre About Glasgow», die mit ihren Stücken durch Schulen in Schottland tourt. David Greig begleitete im Vorfeld eine Theatergruppe, die aus «Young Carers» bestand, Jugendlichen, die Familienangehörige pflegen.  Herausgekommen ist dieses Stück, für das Greig die Jugendlichen mit einbezog und die ihn dazu motivierten, trotz des schwierigen Themas eine Komödie daraus zu machen.

Vorstellungsdauer: ca. 1 ½ Stunden

Empfohlen ab 14 Jahren

PRESSESTIMMEN

«Monster» in der Ko-Produktion VorAlpentheater und Luzerner Theater ist Unterhaltung und Tiefgründigkeit balancierende Präzisionsarbeit, welches bei jugendlichem Laientheater in und um Luzern nicht selbstverständlich ist. Die körperlich-mimische Ausdrucksfähigkeit und Wandlungsfähigkeit der fünfköpfigen Truppe ist erstaunlich, in vielen Szenen gelingt die Kanalisierung der schauspielerischen Energien bis aufs letzte Wort und bis auf den letzten Schritt. (...) Chapeau, hingehen und staunen!

kulturteil.ch, 21. Februar 2016

 

«Monster» ist kein soziales Drama mit Betroffenheitsnote. Dafür nehmen sich die Figuren zu wenig ernst. Man darf über sie lachen bei ihren Versuchen, den Alltag mit Fantasie zu meistern. Regisseurin Annina Dullin-Witschi setzt in ihrer Inszenierung ganz auf die Energie ihrer jungen Schauspieler. Die lindernde Kraft des Galgenhumors hat sie in dieser rasanten, jugendlichen Inszenierung wunderbar getroffen.

Neue Luzerner Zeitung, 22. Februar 2016

 

Monster ist eine Koproduktion des Luzerner Theaters und des Voralpentheaters Luzern. Die fünf jugendlichen Laiendarstellerinnen (Nina Duss, Jules Gisler, Iva Vaszary, Natasha Sebben, Keziea Ndong) bestechen mit einem ausgezeichneten Spiel auf hohem Niveau. Ausdrucksstark, mutig, fokussiert und beeindruckend vielseitig im Einsatz ihrer Körper und Stimmen. Man wäre am Liebsten einmal an einer Probe Maus gewesen, um zu sehen, wie Annina Witschi-Dullin gearbeitet hat, um diese professionelle Leistung aus ihrem Ensemble heraus zu kriegen. Auch die Pointen sitzen, sind weder flach noch schlecht im Timing. Das Stück fesselt und berührt.

Anzeiger Luzern, 24. Februar 2016