Pippi Langstrumpf

Luzerner Theater

Pippi Langstrumpf

Kinderstück von Astrid Lindgren
Deutsch von Silke Hacht
In Zusammenarbeit mit der Hochschule der Künste Bern
Premiere: 26. November 2014

Sie ist das stärkste Mädchen der Welt: Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf. Sie hat vor nichts und niemandem Angst, lässt sich keine Vorschriften machen und sagt immer, was sie denkt. Mit ihrem Affen Herrn Nilsson und ihrem Pferd Kleiner Onkel lebt sie alleine in der Villa Kunterbunt. Sie schläft mit den Füssen auf dem Kopfkissen und besitzt einen grossen Koffer voller Goldstücke. Ihre Mutter ist im Himmel, ihr Papa Schiffskapitän auf hoher See und König von Takka-Tukka-Land. Deshalb muss sich Pippi alleine im Leben behaupten. Unerschrocken nimmt sie es mit Dieben und Polizisten auf und trotzt der strengen Erzieherin Fräulein Prysselius, die sie in ein Kinderheim stecken will. Mit ihren Freunden Tommy und Annika erlebt sie jeden Tag neue Abenteuer – langweilig wird es mit Pippi nie!

Mit Pippi Langstrumpf hat Astrid Lindgren 1945 eine Figur geschaffen, die seit Jahrzehnten nicht nur von Kindern bewundert wird. Pippi stellt Realitäten und Regeln infrage, erfindet fabelhafte Lügengeschichten und erschafft sich die Welt, wie sie ihr gefällt. Sie hat ihren eigenen Kopf, setzt sich über gesellschaftliche Konventionen hinweg und zeigt sich unbeeindruckt von Autoritäten der Erwachsenenwelt. «Warum ich rückwärts gegangen bin? Leben wir nicht in einem freien Land? Darf man nicht gehen, wie man möchte?»

Benno Muheim ist als Regisseur, Liedermacher und Musiker schweizweit in der freien Musik- und Theaterszene unterwegs. Er ist Initiant der «Freien Oper Zürich» und Mitglied der Kinderliedband «Silberbüx». 2012 war er Preisträger des Urner Werkjahrs. Nach seiner erfolgreichen Inszenierung der «99 Elefanten» in der vergangenen Spielzeit ist nun seine zweite Arbeit am Luzerner Theater zu sehen.

Kinder bis 16 Jahre erhalten 50% Ermässigung. Für die Kleinsten werden auf Wunsch Sitzkissen ausgegeben.

Hier geht es zu den Theatervermittlungsprojekten für Schulgruppen.

Hier geht es zu den Freizeitworkshops zu «Pippi Langstrumpf» für das junge Publikum.

Empfohlen ab 6 Jahren

PRESSESTIMMEN

«Pippi! Pippi!» Als sich die zwei Ganoven an die schlafende Pippi Langstrumpf heranschleichen, klettert das Mädchen vor uns auf die Rücklehne und schreit: «Pippi! Pass uuf!» Die Lehrerin befahl sie zwar zurück auf den Platz. Aber der Schlachtruf schwappte über aufs ganze Parkett und in die Ränge: «Pippi! Pippi!», schallt es aus unzähligen Kinderstimmen im vollbesetzten Luzerner Theater, so laut, dass man vom Text auf der Bühne kein Wort mehr versteht. Aber das war hier nicht nur egal, sondern hätte sogar gut auf die Bühne selber gepasst. Ein Kind, das gegen Autoritäten wie eben die Lehrerin rebelliert, ist schliesslich der Stoff, aus dem Astrid Lindgren die Abenteuergeschichten der «Pippi Langstrumpf» gestrickt hat. Regisseur Benno Muheim bringt ihn nicht nur als Slapstick- und Action-Komödie, sondern mit einer Portion Erwachsenenernst auf die Bühne. Das beginnt, wenn Simon Dettwiler Melancholie auf die Bühne zaubert – mit dem Schwyzerörgeli, das später lüpfig die Chilbi ankurbelt oder Pippis Sehnsucht nach dem Seeräuber-Papa weckt. Aber wenn sich Pippi gegen alle wehrt, die sie ins Heim stecken wollen, zieht Muheim Spassregister, wie Kinder sie lieben. Tolle Effekte ermöglicht Werner Hutterlis Bühne mit Rampen, einem täuschend echten Pferd und dem launigen Springäffchen. Das junge Publikum war schon in der Pause begeistert. Und es kam im zweiten Teil noch besser. Als Pippi das Kaffeekränzchen im Familienidyll ihrer Freunde aufmischt, bis das Porzellan klirrt und die Damen Reissaus nehmen, ist das ein Höhepunkt an poetisch-skurriler Komödiantik.

Neue Luzerner Zeitung, 27. November 2014

 

Zu Beginn der Vorstellung herrscht Ruhe, man hätte eine Nadel herunterfallen hören. Die Kinder aber auch die Erwachsenen sind in die Welt von Pippi Langstrumpf eingetaucht und haben das Spiel auf der Bühne nicht nur mitverfolgt, sondern leben das Geschehen auf der Bühne ganz intensiv mit. Besonders im zweiten Akt kommt dies zu Bewusstsein, in der Szene, in der Pippi Langstrumpf weint. Aus den Rängen ertönen mehrere betroffene Kinderstimmen die bitten: „Aber Pipi, du musst doch nicht weinen!“ Und hätte Pippi noch lange geweint wären sicher auch im Theatersaal Tränen geflossen.

Innerschweiz Online, 2. Dezember 2014

 

Patronat:

Image preview

Medienpartner: Radio Pilatus, Zentralschweizer Fernsehen Tele1