Rigoletto

Oper von Giuseppe Verdi

Premiere 16.10.16

Das LT geht in die Viscosistadt. Es spielt dort, wo früher industriell Garn gesponnen wurde und heute mit einer neuen Durchmischung von Industrie, Gewerbe, Bildung, Dienstleistung, Wohnen und Kultur ein neues Kapitel Luzerner Stadtgeschichte beginnt, einen fesselnden Opernkrimi. Im Sinne eines Abschieds vom alten Industriekapitel und eines Willkommenheissens des vor kurzem eröffneten Standorts der Designhochschule findet die Produktion in Kooperation mit der Hochschule Luzern – Design & Kunst statt. An der Inszenierung des Hausregisseurs Marco Štorman in der ehemaligen Pilothalle der Viscosuisse AG sind Studierende des Studiengangs Video beteiligt. Der neue «Bau 745» der Hochschule wird als Theaterfoyer genutzt. Werkgeländeführungen vor den Aufführungen durch Mitarbeiter der Monosuisse AG und Viscosistadt AG ermöglichen einen Blick hinter die Kulissen der Viscosistadt.

Die Pilothalle wurde in den 1950er Jahren im Zuge der Erfindung und industriellen Produktion von synthetischem Garnen, vor allem Nylon, eröffnet. Es war ein Ort, an dem die Mitarbeiter der Viscosuisse forschten und experimentierten. Geschlossen wurde sie bereits einige Jahre vor der eigentlichen Schließung der Firma 2006.

Marcos Štormans Inszenierung von «Rigoletto« spürt der Einzigartigkeit dieses nachindustriellen Ortes nach. Im Zentrum der Produktion steht der Wunsch nach einer neuen Begegnung mit dem Ort und seinen Geschichten. Die Pilothalle wird zum Leben erweckt und mit Klängen und Bildern gefüllt. Zunächst neben dem Orchester und den Sängern, dann auf mehrere Ebenen verteilt sitzend, werden dem Publikum andersartige Perspektiven auf das Werk ermöglicht.

Verdis Oper konfrontiert Wünsche und Bedürfnisse einer Vätergeneration mit den Träumen und dem Aufbruch der Jugend: Rigoletto trägt schwer am Anderssein. Vollkommen vereinsamt ist er zum Narren verkommen. Albtraumhaft zieht sein Leben an ihm vorbei. Allein seine Tochter Gilda ist ein Versprechen für eine Zukunft, die vielleicht besser ist als das Gegenwärtige. Doch wird sie sich nie erfüllen. Denn Gilda verliebt sich in Rigolettos Dienstherrn, den Herzog von Mantua. Von allen verlassen bleibt Rigoletto allein zurück. Als Relikt einer untergehenden Epoche. Sogar sein letztes Refugium, die Pilothalle, wird am Ende abgerissen.

Pressestimmen

Wird Luzern zu einem nationalen Theater-Hotspot? Der Auftakt zu Verdis Oper «Rigoletto» schien bei der Premiere am Sonntag zu bestätigen, was bisherige Produktionen des Luzerner Theaters unter der Intendanz von Benedikt von Peter versprochen hatten. (Luzerner Zeitung)

Štorman und sein Team beleben die Halle damit nicht nur, sondern ermöglichen dem Publikum eine Opernerfahrung ganz neuer Art. (Zentralplus)

Das Luzerner Theater zeigt eine gelungene Aufführung. (…) Die Sängerinnen und Sänger des Ensembles zeigen durchs Band eine tolle Leistung. Brillieren tut Claudio Otelli als «Rigoletto». (Radio SRF1)

Claudio Otellis szenische Präsenz und seine stimmliche Potenz blieben bis zum Ende packend, intensiv und von nie nachlassender Ausdruckskraft. (Die Südostschweiz)

Diego Silva als Herzog, der sein berühmtes «La donna è mobile» von oben herab auf die Zuschauer schmettert, sprüht ebenso vor Spielfreude wie das ganze Ensemble. (sda)

Noch selten konnte man Oper so kraftvoll und direkt erleben: das Experiment, eine Opern-Produktion in eine Industrie-Halle zu verpflanzen, ist vollauf gelungen. (Ticketcorner)

Ein grandioser Claudio Otelli in der Titelrolle. (…) Der österreichische Bass Bariton überragte einfach, erschütterte das mitfühlende Auditorium mit seinem Schmerz. (Innerschweiz Online)

Mit dem Österreicher Claudio Otelli (…) hat Luzern einen sackstarken Titelhelden, mit dem jungen Mexikaner Diego Silva einen schmissigen Herzog von Mantua und mit der Schwedin Magdalena Risberg eine rührend schöne Gilda. (Die Weltwoche)

Visu hat sich das Spektakel fürs 3FACH angeschaut. Spoiler: Es hat ihn umgehauen (Radio 3fach)

 

Service

Zur Viscosistadt gelangen Sie am besten mit dem ÖV. Die Wegbeschreibung finden Sie hier:

  • Shuttle:
    Theaterplatz <-> Viscosi
    Hinfahrt: 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn
    Rückfahrt: 15 und ca. 45 Minuten nach Vorstellungsende
  • Bitte denken Sie daran, «Rigoletto» spielt in einer stillgelegten Fabrikhalle. Bitte achten Sie auf festes Schuhwerk und warme Bekleidung.
  • Wenn Sie oder Ihre Begleitung eine Gehbehinderung haben oder einen Rollstuhl nutzen, rufen Sie uns bitte frühzeitig an, damit wir Ihnen vor Ort behilflich sein können: 041 228 14 14.

Informationen

  • 2 Stunden ohne Pause
  • In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
  • Die letzte Vorstellung ist bereits am 2. Dezember. Danach wird die Pilothalle abgerissen
  • Am 12. November findet ein Nachgespräch mit dem Regisseur Marco Štorman, dem musikalischen Leiter Stefan Klingele und dem Hauptdarsteller Claudio Otelli statt.
  • Die letzte Vorstellung ist am 4. Dezember.

Einführungen

  • Einführungen
    Jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn, Treffpunkt Hochschule Luzern - Design & Kunst. Eintritt frei.

  • Werkgeländeführungen
    Jeweils 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn, Treffpunkt grünes Pförtnerhäuschen Gerliswilstrasse 19.
    Mitarbeiter der Monosuisse AG und Viscosistadt AG zeigen das Gelände aus ihrer Sicht. Ein einmaliger und kostenfreier Blick hinter die Kulissen. Anmeldung bis spätestens zwei Tage vor der Führung unter 041 228 14 14 oder kasse@luzernertheater.ch

ÖFFENTLICHE PROBE

  • 23. Sept, 18.00 Uhr
  • Viscosistadt (Pilothalle)
  • Treffpunkt Schranke, Gerliswilstrasse 19, Emmenbrücke

Partner

In Kooperation mit der Hochschule Luzern - Design & Kunst

Zentralschweizer Fernsehen Tele 1 AG, Radio Pilatus AG

Produktionsteam

Musikalische Leitung: Stefan Klingele Inszenierung: Marco Štorman Bühne: Frauke Löffel Kostüme: Anika Marquardt Licht: Marc Hostettler Video: Bert Zander Einstudierung Chor: Mark Daver Dramaturgie: Laura Schmidt

Besetzung

Mit: Diego Silva (Duca di Mantua) (04.12. / 30.10. / 06.11. / 10.11. / 12.11. / 26.11. / 03.11. / 18.11. / 20.11. / 23.11. / 13.11.), Carlos Moreno Pelizari (Duca di Mantua) (30.11. / 02.12. / 04.12.) , Claudio Otelli (Rigoletto), Magdalena Risberg (Gilda), Jason Cox (Conte di Monterone), Marco Bappert (Conte di Ceprano), Bernt Ola Volungholen (Marullo ), Denzil Delaere (Borsa), Vuyani Mlinde (Sparafucile), Marina Viotti (Maddalena), Sarah Alexandra Hudarew (Contessa di Ceprano) (04.12. / 30.10. / 06.11. / 10.11. / 12.11. / 26.11. / 03.11. / 23.11. / 30.11. / 13.11.) Jeanette Neumeister (Contessa di Ceprano) (02.12. / 18.11. / 20.11.)

Herrenchor und Extrachor des LT, Luzerner Sinfonieorchester

Spieldaten

Fr
23.09.
18:00
-
21:00 
ical
 

Oper von Giuseppe Verdi

 
So
16.10.
18:00
-
20:00 
ical
Ψ  

Oper von Giuseppe Verdi

CHF 35 - 120
Fr
21.10.
19:30
-
21:30 
ical
 

Oper von Giuseppe Verdi

CHF 35 - 120
So
23.10.
13:30
-
15:30 
ical
 

Oper von Giuseppe Verdi

CHF 35 - 120
Mi
26.10.
19:30
-
21:30 
ical
 

Oper von Giuseppe Verdi

CHF 35 - 120
Fr
28.10.
19:30
-
21:30 
ical
 

Oper von Giuseppe Verdi

 
So
30.10.
19:00
-
21:00 
ical
 

Abo Migros Kulturprozent

Restkarten 1 Monat vor Vorstellungsdatum

CHF 31,50 / 108
Do
03.11.
19:30
-
21:30 
ical
 

Oper von Giuseppe Verdi

So
06.11.
19:00
-
21:00 
ical
 

Oper von Giuseppe Verdi

Do
10.11.
19:30
-
21:30 
ical
 

Oper von Giuseppe Verdi

CHF 35 - 120
Sa
12.11.
19:30
-
21:30 
ical
 

Nachgespräch mit Marco Štorman (Regisseur), Stefan Klingele (musikalischer Leiter) und Claudio Otelli (Hauptdarsteller)

CHF 35 - 120
So
13.11.
10:00
-
11:00 
ical
 

Theatergottesdienst zu «Rigoletto»

 
Fr
18.11.
19:30
-
21:30 
ical
 

Oper von Giuseppe Verdi

So
20.11.
13:30
-
15:30 
ical
 

Oper von Giuseppe Verdi

Mi
23.11.
19:30
-
21:30 
ical
 

Oper von Giuseppe Verdi

 
Sa
26.11.
19:30
-
21:30 
ical
 

Oper von Giuseppe Verdi

 
Mi
30.11.
19:30
-
21:30 
ical
 

Oper von Giuseppe Verdi

Fr
02.12.
19:30
-
21:30 
ical
 

Oper von Giuseppe Verdi

So
04.12.
19:00
-
21:00 
ical
Ω  

Verkaufsstart Mittwoch, 16.11. ab 12.00 Uhr

Keine schriftlichen Bestellungen möglich

 
CHF 35 - 120
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