Marienvesper

Liturgie von Claudio Monteverdi

Premiere 03.04.17

In Kooperation mit dem Lucerne Festival Ostern bringt das LT in einem der bedeutendsten Barockbauten der Schweiz und an einem zentralen Ort Luzerner städtischen und kirchlichen Lebens, der Jesuitenkirche, Monteverdis sakrales Meisterwerk von 1610 zum Klingen. Es entstand einst zum Lob der Gottesmutter.

Nah an den Interpreten wird für das Publikum das Zusammenspiel von Raum, Klang und Bewegung neu erlebbar. In der raumgreifenden Inszenierung bewegen sich Tänzer, Sänger, Zuschauer und Instrumentalisten des Ensembles für Alte Musik «Les Passions de l'Ame» gemeinsam auf einer fast fussballfeldgrossen Fläche. Sitzmöglichkeiten sind vorhanden.

Ausserdem ist eine Gruppe von Profizuschauern, bestehend aus rund 20 Luzernerinnen und Luzernern, in die Entwicklungsphase der Produktion und in die Aufführungen eingebunden. Im Rahmen der Kooperation mit der Hochschule Luzern - Design & Kunst sind verschiedene Teile des Bühnen- und Kostümbildes entwickelt worden.

Neben Olof Boman, einem Spezialisten für Alte Musik, bilden der international bekannte Modedesigner Kostas Murkudis und Choreograph Sebastian Matthias das künstlerische Leitungsteam.

Pressestimmen

So suchen die Mitglieder des Tanzensembles den Kontakt, und auch die neun räumlich wie stimmlich beweglichen Vokalsolistinnen und -solisten gehen auf Tuchfühlung mit dem Publikum. Zusammen mit dem Barockensemble Les Passions de l’Ame leisten sie, souverän geleitet vom schwedischen Dirigenten Olof Boman, unter diesen schwer zu koordinierenden Umständen Hervorragendes.
(...) Mit der «Marienvesper» ist dem Haus unter der neuen Intendanz von Benedikt von Peter jedenfalls ein weiterer musiktheatralischer Wurf gelungen. (Neue Zürcher Zeitung)

Wenn die Musik dann aber anfängt, ist man auch sofort mittendrin in diesem Kunstwerk. (...) Die Ouvertüre war wirklich magisch. Was dann dazu kommt bei diesem Luzerner Monteverdi, bei dieser beweglichen Installation, ist, wie hier mal eine Posaunenstimme vorbeigeht, wie da mal plötzlich der Tenor laut wird, weil er eben in der Nähe ist, wo man steht, wie Klang also kommt und geht, wie er lebt. (...) In einem herkömmlichen Konzert hat man den Blick auf einen vollkommenen Kunstgegenstand, (...) hier aber ist alles so nah, dass dieser Kunstgegenstand schon fast wieder in Teile zerfällt, aber er berührt einen auch wirklich. (SRF 2 Kultur kompakt)

Szenisches Konzert, «Liturgische Installation» oder «Menschenskulptur», wie es in Publikationen des Theaters dazu heisst? Alle spitzfindigen Fragen sind hinweggefegt, wenn der Dirigent Olof Boman – gut sichtbar auf einer der Podestinseln postiert – den Einsatz gibt. Da explodieren förmlich die Klänge und Farben von Zink und Posaunen, Geigen oder Lauten und bringen Licht und Leben in die Kirchendämmerung. Staunend hört man die Klänge und Stimmen in den Jesuitenhimmel entschweben und denkt: Einen Tag nach der «Traviata» schon wieder ein Theaterereignis? (Luzerner Zeitung)

Die insgesamt 13 Sätze wurden während der 75-minütigen Darbietung dynamisch und auf verschiedenen künstlerischen Ebenen inszeniert. So durfte man gestern Abend nicht nur ein dynamisches Zusammenspiel von Musik, Tanz und Raum erleben, sondern der Zuschauer wurde durch die fehlende Bestuhlung auf eine kleine Zeitreise in vorreformatorische Zeiten mitgenommen. (zentralplus)

Vernissage

Vernissage der Ausstellung zum Entstehungsprozess der Objekte und Stoffe für die «Marienvesper» durch Studierende der Hochschule Luzern - Design & Kunst
Apéro am 6. Apr, 17.00 - 18.30 Uhr
Mit Ansprachen von Tina Moor, Christoph Schindler und Benedikt von Peter

Palmsonntag

Wenn Sie am 9. April um 16.00 Uhr «La traviata» besuchen und um 21.00 Uhr auch die «Marienvesper» in der Jesuitenkirche sehen möchten, erhalten Sie bei Erwerb der Karte an unserer Billettkasse 20% Ermässigung auf die «Marienvesper».

18.15 - 19.45 Uhr VESPER

18.30 - 19.00 Uhr NACHGESPRÄCH
Im Anschluss an die Vorstellung von «La traviata» findet in der Box ein Gespräch mit dem Regisseur und dem Musikalischen Leiter von «La traviata» Benedikt von Peter und Clemens Heil sowie dem Musikalischen Leiter und Choreographen von «Marienvesper» Olof Boman und Sebastian Matthias statt.

20.15 - 20.45 UHR EINFÜHRUNG zu «Marienvesper» mit dem Choreograph Sebastian Matthias.

Tasche von Kostas Murkudis

Modedesigner Kostas Murkudis hat für das LT eine Tasche entworfen. Limitierte Auflage an der Billettkasse für CHF 60 erhältlich.

Partner

In Kooperation mit der Hochschule Luzern - Design & Kunst

In Koproduktion mit Lucerne Festival

Informationen

  • 1 Stunde 15 Minuten ohne Pause

  • Die Jesuitenkirche wird zum begehbaren Bühnenraum. Nur zehn Vorstellungen bis zum 28. April

  • Jeweils 45 Minuten vor Beginn der Vorstellung finden in der Box die Einführungen statt. Entweder sind es Einführungen mit Warm-up, bei welchen dem Publikum die Arbeitsweise des Choreographen näher gebracht wird. Oder die Einführungen «INSPIRATIONplus» beinhalten eine kurze abendliche Vesper mit gregorianischem Gesang und integrierter Einführung zur Produktion.

  • Billettkasse, Garderobe, Gastronomie und WC im Theater

Besetzung «Les Passions de l'Ame»

Meret Lüthi (Violine), Sabine Stoffer (Violine), Matthias Jäggi (Viola), Matthias Müller (Gambe und Lirone), Love Persson (Violone), Ieva Saliete (Orgel), Juan Sebastian Lima (Laute 1), Vincent Flückiger (Laute 2), Frithjof Smith (Zink), Gebhard David (Zink), Simen van Mechelen (Posaune 1), Detlef Reimers (Posaune 2), Tobias Hildebrandt/Justin Clark (Posaune 3)

Produktionsteam

Musikalische Leitung: Olof Boman Inszenierung und Choreographie: Sebastian Matthias Bühne und Kostüme: Kostas Murkudis Licht: Marc Hostettler Dramaturgie: Laura Schmidt Tanz-Coach: Deborah Hofstetter Tanz-Coach: Harumi Terayama

Spieldaten

Do
27.04.
20:00
-
21:20 
ical
 

Liturgie von Claudio Monteverdi
Einführung mit Warm-Up um 19.15 Uhr, Box

 
CHF 60
Fr
28.04.
20:00
-
21:20 
ical
Ω  

Liturgie von Claudio Monteverdi
Einführung mit Warm-Up um 19.15 Uhr, Box

CHF 60
Fruchtbare co-opera-tion