Die schwarze Spinne

Ein Grusical nach Jeremias Gotthelf

A Grusical based on the novel by Jeremias Gotthelf

Neu im Journal! Journalist Pascal Blum schreibt über das Unbegreifliche und die Symbolik: «Eine Welt für sich - Der Schrecken der «Schwarzen Spinne»

Neu im Journal! Journalist Pascal Blum schreibt über das Unbegreifliche und die Symbolik: «Eine Welt für sich - Der Schrecken der «Schwarzen Spinne»

Premiere 29.09.17
  • 2 Stunden 15 Minuten mit Pause

Zum Stück

Informations

Eine Dorfgemeinschaft wird unterjocht. Ein wilder Jäger bietet seine Hilfe an. Als Lohn fordert er nicht viel, nur ein ungetauftes Kind. Doch die Dörfler schrecken zurück. Erst Christine, die Fremde vom Bodensee, nimmt es mit dem Jäger auf und schliesst den Pakt. Doch als der Jäger das Kind fordert, betrügen ihn die Dörfler. Christine wird zum Pfand des Bösen und Spinnen überfallen das Dorf, töten Mensch und Vieh. Mit dem Kreuz im Anschlag stellt sich der Pfarrer dem teuflischen Treiben entgegen, er stirbt. Niemand kann der Spinne entkommen, sie hockt fett und dick über dem Dorf. Wird je wieder die Sonne über dem Tal aufgehen?

Gotthelfs Novelle «Die schwarze Spinne» gilt wahlweise als schwarze Volkspädagogik oder bildgewaltige Milieustudie ihrer Zeit. Durch die Jahrhunderte wurde diese Fabel vom Kampf des Guten gegen das Böse als Spiegel der Gegenwart befragt. Dort setzt die Zürcher Regisseurin Barbara-David Brüesch mit ihrer Bearbeitung an und fragt: Welche Werte gehen als erstes über Bord, wenn die Menschen sich bedroht fühlen? Sind wir noch die «Guten»? Welche sozialen Mechanismen prägen unser Zusammenleben? Die epische Sprache Gotthelfs übersetzt sie in dramatische Szenen in eigener Sprache. Brüesch verbindet dazu die gruseligen Metaphern Gotthelfs, wie die Spinne als Symbol des Bösen, mit der Emotionalität von Musicals. Entstehen wird ein «Grusical», in dem die Grenzen zwischen Realität und Fiktion in einer magischen Zwischenwelt verwischen. Aus Alltagsmenschen werden morbide, bizarre Freaks. Der Basler Knut Jensen komponiert Songs und Motive für die Figuren und verbindet moderne und volkstümliche Instrumente zu einem eigenen Klangkosmos.

  • Einführung jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn

A rural Swiss community in «Emmental» is being enslaved and abused by a knight, who burdens the villagers with impossible chores. A green hunter, passing by, offers assistance. The only compensation he asks for is an unchristened child. The diabolic deal is made. But when the hunter comes to collect, the villagers betray him. Now spiders attack the village, killing cattle and man. A pastor, the cross readied, confronts the diabolic antics. He dies in the attempt. Only a mother, her newborn in her arms, can stop the spider. The rural idyll seems recovered, until the irredeemable villagers free the spider again – with dire consequences.

Shielded by his pen name «Jeremias Gotthelf», Swiss Pastor Albert Bitzius authored several educational articles, stories and novels portraying rural life in the 19th century, focusing particularly on the temptations of Evil. His writing was both highly religious and of a stunning, sweeping imagery. But what is «Evil» today? Can categories like «Good» and «Evil» still offer guidance? In a work of abundant scenic imagery, the dark secret of the spider comes crawling onto the stage of Luzerner Theater, as director Barbara David Bruesch turns this epic, ancient story into a modern gothic musical.

  • Introduction to the work 45 minutes before showtime
DE
EN

Besetzung

Produktionsteam

Inszenierung: Barbara-David Brüesch Bühne: Alain Rappaport Kostüme: Geraldine Arnold Musikalische Leitung: Knut Jensen Licht: Marc Hostettler Video: Georg Lendorff Dramaturgie: Hannes Oppermann

Besetzung

Verena Lercher (Christine) Lukas Darnstädt (Grüner / Erzähler) Christian Baus (Pfarrer) Thomas Douglas (Ritter von Stoffeln) Jakob Leo Stark (Hornbachbauer) Sofia Elena Borsani (Elsi) Alina Vimbai Strähler (Die Alte) Yves Wüthrich (Hans) Kenny Niggli (Klavier / Harmonium) Hannes Junker (Drums) Madleina Küng (Kontrabass) Nayan Stalder (Hackbrett) Statisterie des LT

Infos

ÖFFENTLICHE PROBE

Der Eintritt zu den öffentlichen Proben ist frei. Bitte melden Sie sich an unter: 041 228 14 14 oder kasse@luzernertheater.ch

  • Di, 12. Sept
  • 19.00 Uhr
  • Südpol, Probenbühne 3
  • Treffpunkt 5 Minuten vor Beginn beim Haupteingang Südpol

Mehr Infos

    Medienpartner

    Kooperation mit Tele 1 - Zentralschweizer Fernsehen

    Rahmenveranstaltungen

    Impulsgeber

    «Expertinnen und Experten stellen ihr Wissen zur Verfügung»

    Am 8. August lädt das Schauspiel-Ensemble den Gotthelf-­Kenner und Theologe Ulrich Knellwolf als Impulsgeber zum Probenstart von «Die schwarze Spinne» ein.

    • 19.00 Uhr
    • Südpol, Probenbühne 3
    • Treffpunkt 5 Minuten vor Beginn beim Haupteingang Südpol
    • Eintritt frei

    Nachgespräche

    Im Anschluss an die Vorstellung laden wir Sie ein, zu einem moderierten Nachgespräch über Jeremias Gotthelf als Schriftsteller, über die Motive seiner Novelle und die Inszenierung.

    • So 1. Okt, ca. 15.30 Uhr
    • Sa 4. Nov, ca. 21.30 Uhr
    • Foyer
    • Eintritt frei

    Einführungsvortrag

    Vor der Vorstellung am 19. Oktober hält Dr. Christian von Zimmermann einen Einführungsvortrag zu Gotthelf und «Die schwarze Spinne». Der Dozent am Institut für Germanistik ist ausserdem mitbegründender Koleiter und ab 2015 Leiter der neuen historisch-kritischen Jeremias Gotthelf-Edition.

    • Do 19. Okt, 18.30 Uhr
    • Foyer
    • Eintritt frei

    Dr. Christian von Zimmermann, Luzerner Theater

    Schule & Theater

    Schulvorstellung

    Patenklasse

    Schulgruppen ab der 2. Oberstufe können Patenklasse bei «Die schwarze Spinne» werden. Wir möchten gemeinsam die vielen Wege erkunden, die von der Idee über die Inspiration zum Konzept bis auf die Bühne führen.

    Pressestimmen

    «Eine grosse Show ist das, die von viel Videoeffekten, Geschepper und Katzengejammer begleitet wird
    «Im Kollektiv krümmt man sich unter den Wortkaskaden des Pfarrers genauso wie unter der teuflisch-sanften Rede des Teufels, der mit dem zierlichen Lukas Darnstädt zu einem leisen, aber gerade deshalb umso genialeren Entertainer wird, der die Dörfler als Marionettenspieler an der Nase herumführt und den Zuschauer als Erzähler.» Luzerner Zeitung

    «Die Klangteppiche von Knut Jensen schaffen es immer wieder, eine gruselige Atmosphäre zu schaffen, aus Musical und Grusel entsteht so ein 'Grusical'.» SRF Regionaljournal Zentralschweiz

    «Er [Lukas Darnstädt] begeistert das Publikum mit seiner kalten, aber geschmeidigen Boshaftigkeit und spielt extrem ausdrucksstark und mitreissend.» zentralplus

    «Knut Jensens Bühnenkomposition ist ein munteres Musical-Amalgam, frei flottierend zwischen "Cabaret", "Little Shop of Horrors" und Schweizer Ländlermusik. Neben Keyboard und Drums hat darin auch das Harmonium aus der Dorfkirche seinen Platz und das Hackbrett aus der Bauernstube.» nachtkritik.de

    «'Die schwarze Spinne' ist eine viszerale Erfahrung, die das Publikum oftmals zu irritieren vermag. Man will eigentlich wegschauen, starrt aber fasziniert aufs Geschehen. Genau wie Horror sein sollte.» 041 Das Kulturmagazin

    Spieldaten

    Mo 04.12.
    19.30
    -
    21.45

    Ein Grusical nach Jeremias Gotthelf
    Im Anschluss Nachgespräch über Gotthelf und die Luzerner Inszenierung

    Abo Migros Kulturprozent
    Di 05.12.
    10.00
    -
    12.15

    Ein Grusical nach Jeremias Gotthelf
    Schulvorstellung

    CHF 25 - 80
    Sa 09.12.
    19.30
    -
    21.45

    Ein Grusical nach Jeremias Gotthelf
    18.45 Uhr Einführung

    CHF 25 - 80
    Mi 27.12.
    19.30
    -
    21.45

    Ein Grusical nach Jeremias Gotthelf
    18.45 Uhr Einführung

    CHF 25 - 80
    Eine Welt für sich – Der Schrecken der «Schwarzen Spinne» von Pascal Blum