Alice

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Luzerner Theater

Alice

Schauspielmusical nach Lewis Carrolls «Alice im Wunderland», Musik und Gesangstexte von Tom Waits und Kathleen Brennan
Text von Paul Schmidt, Regie, Design und Visual Concept der Originalproduktion von Robert Wilson
Deutsch von Wolfgang Wiens
Schweizer Erstaufführung
Premiere: 28. März 2013

DER TRAILER VON TELE 1

Als die Jury der «Rock and Roll Hall of Fame» im Jahr 2011 den Olymp der Rockmusik um ein Mitglied ergänzte, fiel die Wahl auf die Songwriter-Legende Tom Waits: ein längst überfälliger Ritterschlag für viele Fans des charismatischen Barden, der die Musikwelt als Pianist, Komponist und Darsteller seit beinahe vier Jahrzehnten begeistert. Weit über 20 Alben hat der musikalische Prophet aller Underdogs in dieser Zeit bespielt und besungen: mit seiner geschundenen Stimme, von der ein Kritiker einst schrieb, «sie klinge, als habe sie für ein paar Monate in einem Whiskey-Fass gelegen, sei dann geräuchert und zuletzt von einem Auto überfahren worden». Auch die Musicals von Waits sind längst zur Legende geworden: «The Black Rider» eroberte weltweit die Bühnen. Auf Anhieb erfolgreich war auch das Musical «Woyzeck», das 2009 auf der Luzerner Bühne zu sehen war.

Das Waits-Musical «Alice», das ab März 2013 in Luzern als Schweizer Erstaufführung zu erleben ist, basiert auf dem Weltbestseller «Alice im Wunderland»  und auf der Biografie des Autors Lewis Carroll, der mit seiner Geschichte eine bis heute faszinierende Reise in surreale Welten beschrieb. Oft als Kinderfiguren missverstanden, sind die Gestalten des Romans – das weisse Kaninchen, die Schachkönigin oder Humpty Dumpty – verstörende Bewohner eines absurden Traumlands, durch das die Protagonistin auf der Suche nach dem Sinn im Unsinn irrt. «An odyssey in dream and nonsense» nennt der Komponist selbst diesen Trip, für den er eine Waits-typische Mischung aus melancholischen Jazz-Balladen und rauer Rhythmik erfand.

IN ZUSAMMENARBEIT MIT DER ZÜRCHER HOCHSCHULE DER KÜNSTE UND DER HOCHSCHULE LUZERN-MUSIK

 

Theatermenu im Romantik Hotel Wilden Mann

Geniessen Sie vor der Vorstellung das 3-Gang Romantik Menu im Hotel Wilden Mann. Das Menu wird saisonal und regelmässig gewechselt mit der Auswahl zwischen Fisch oder Fleisch beim Hauptgang und Käse oder Dessert als Nachspeise.

Tischreservation ab 2 Stunden vor Vorstellungsbeginn. CHF 56 pro Person. Buchen Sie Ihren Restaurantbesuch an unserer Theaterkasse oder online zusammen mit Ihrem Ticket.

 

PRESSESTIMMEN

«Die Raupe, die vom Bühnenhimmel herunter schwebt, nistet sich im ausgespannten Netz hoch in der Luft wie in einem Kokon ein. Am Ende des ersten Aktes retten sich die hier drei Alicen vor der Schlacht der Schachfiguren auf einen Autoscooter, der scheinbar ziellos seine Kreise zieht und wie ein Traum ins Nichts verschwindet. Nach der Pause wandelt sich ein glitzender Vorhang von der windgepeitschten Regenwand zum transparent funkelnden Lichterteppich, hinter dem geisterhaft das ganze Personal beim Schlussgesang aufscheint. (…) Zusammen mit vielen weiteren frappanten Regieeinfällen sind (…) die Umsetzung durch Herrmanns Regie und das vorzügliche Schauspielensemble ein Trumpf dieser Produktion – mit viel Unterhaltungswert, wie die vielen Lacher im Premierenpublikum bewiesen. (…) Die abgründige Seite dieses Musicals kommt schon hier in den fantasievoll-grotesken Kostümen (Sabin Fleck), erst recht aber in der Musik zur Geltung. (…) So platzen in die wohlig-schlurfende Jazz-Melancholie mancher Musiknummern auch mal hart rockende oder mit Industrial-Geräuschen angereicherte Songs - begleitet von einem vorzüglichen Instrumentalensemble unter der Leitung von Daniel Perrin, in dem die Streicher dem Bläsersatz Folk-und Akkordeonfarben hinzufügen. (…) Darstellerisch dagegen gibt es eine Reihe komischer und bitterböser Kabinettstücke – von Samuel Zumbühl als überdrehtem Lewis Carroll bis zu Raphael Tschudis Märzhasen mit Immigranten-Slang.»
Neue Luzerner Zeitung, 2.4.2013 

«Das breite Spektrum der von einem kleinen Live-Orchester begleiteten Songs - vom Barjazz über Zirkusmusik, Schlaflied bis zum Walzer - ist wie immer überwältigend. Die Balladen haben zum Teil Ohrwurmqualität, ‹Fish and Bird› etwa und ‹Poor Edward›. Es ist kein Zufall, dass diese beiden Songs auch das inhaltliche Dilemma am besten einfangen: ‹Fish and Bird› handelt von der unmöglichen Liebe zwischen einem Vögelchen und einem Walfisch, in ‹Poor Edward› wächst einem Mann am Hinterkopf ein Mädchengesicht, das ihn in den Tod treibt. Besser lässt sich Carolls zerstörerische Obsession für das Kind nicht ausdrücken. Mit surreal-zauberhaften oder bizarr-humorigen Regieeinfällen versucht Regisseur Andreas Herrmann - nicht ohne Erfolg - das Publikum auch optisch bei der Stange zu halten: mit einem silbrigen Tatzelwurm etwa, der seine Runden über dem Zuschauerraum dreht oder einem Ritter, der im Autoscooter vorfährt.»
sda, 29.3.2013

«Einer der beiden klaren Höhepunkte ist die von Daniel Perrin – der nach ‹Woyzeck› bereits  zum zweiten Mal fürs  Luzerner Theater arbeitet  –  geleitete Band. So unglaublich stimmig schallt es aus dem Orchestergraben, dass man sich mehr instrumentale Parts wünscht. Das andere Highlight ist das Bühnenbild von Max Wehberg. Es unterstreicht die Atmosphäre phänomenal, bereits zu Beginn mit einer mathematischen Figur, die auch innen und aussen, unten und oben abgrenzt. ‹Alice› ist schön anzusehen, leicht geniessbar und es wird trotz 2 ¾ Stunden Spielzeit nie wirklich langweilig.»
kulturteil.ch, 30.3.2013 

 

  

 

Produktionssponsor:

 

Medienpartner: Zentralschweizer Fernsehen Tele 1