99 Elefanten

Luzerner Theater

99 Elefanten

Ein magisch-musikalisches Kinderstück mit Alex Porter
Von Alex Porter, Patrizia Wenk und Benno Muheim
In schweizerdeutscher Sprache
Uraufführung
Premiere: 20. November 2013

Der Zirkusdirektor August hat einen Traum: Er will unbedingt einen echten Elefanten für seinen Zirkus. Obwohl: einer ist gut, doch 99 Elefanten wären natürlich besser! Aber woher nehmen? Da geschehen märchenhafte Dinge: Ein Hase, den er sonst immer aus seinem Hut zaubert, ist plötzlich riesengross, der Zirkuswagen schwimmt unverhofft auf dem Ozean Richtung Indien, und die anderen Artisten sind auf einmal wilde Seeleute - für August und seine Freunde beginnt das grösste Abenteuer ihres Lebens. Und was ist eigentlich mit den 99 Elefanten?

Der Schweizer Magier, Finder vergessener Welten und Geschichtenerzähler Alex Porter ist seit dreissig Jahren mit immer neuen Programmen auf Tournee und wurde mit diversen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Schweizer Kleinkunstpreis «Prix de la Scène» und dem Anerkennungspreis der Stadt Luzern. Nachdem er für sein im UG des Luzerner Theaters aufgeführtes Stück «Die, die du auftauchst und untergehst mit mir, meinem Traum» den Literaturwerkpreis der Stadt und des Kantons Luzern verliehen bekam, steht er jetzt auf der grossen Bühne, um alle Luzerner von 6 bis 106 Jahren zu verzaubern.
Alex Porter nimmt sich Zeit fürs Erzählen, fürs Zaubern. Er führt sein Publikum in magische Welten, verblüfft mit überraschenden Tricks und bezaubert mit fantastischen Geschichten.
 

Kinder bis 16 Jahre 50 % Ermässigung.

Hier geht es den Zauberworkshops zu «99 Elefanten» für Kinder ab 6 Jahren.

Empfohlen ab 6 Jahren

GESPRÄCH

VERGISS DEN SPASS BEIM ÜBEN NICHT!

Der Zauberer Alex Porter im Gespräch mit Luca, 7 Jahre alt.

Luca: Mmh.

Alex: Mmh?

Alex, kannst du wirklich zaubern?

Ja, in meinen Träumen. Jeder kann das. Denn jeder kann sich sein eigenes Leben besser träumen. Dieses Träumen dann umzusetzen, ist besonders schön, wenn man es zusammen mit den Eltern und Freunden erlebt. Und haben wir keine Träume mehr, hören wir auch auf zu zaubern.

Aber warum dürfen Zauberer denn ihre Zaubertricks nicht verraten?

Dürfen sie das wirklich nicht? Zaubern ist ein geschicktes Spiel mit den Zuschauern. Wenn ich dir sage, wie es geht, hört zwar das Spiel zwischen uns erst einmal auf, aber vielleicht spielst du es dann mit jemand anderem weiter.

Wie geht das mit der zersägten Jungfrau?

Das darf ich jetzt wirklich nicht verraten. Komm doch ins Luzerner Theater und schau dir die «99 Elefanten» an, da siehst du es – vielleicht!

Wie kann ich ein Zauberer werden? Gibt es Zauberschulen wie bei Harry Potter?

Jeder kann Zauberer werden. Es gibt Zauberclubs und auch Zaubergeschäfte, die Zauberkurse anbieten. Wichtig dabei ist, wenn du Zauberer werden willst, dass du einfach damit anfängst, ganz gleich wie, und dass du vor allem träumen willst.

Wie lange dauert es, bis ich zaubern kann?

So zwischen fünf Minuten und dreissig Jahren, je nachdem, was du vorführen willst. Ach ja, und noch etwas ganz Wichtiges: Vergiss den Spass beim Üben nicht!

Alex, du bist der beste Zauberer der Welt.

Das ist vielleicht doch Harry Potter. Aber ich danke dir für dieses wunderschöne Kompliment! Dafür zaubere ich bei den «Elefanten» an einer Stelle nur für dich. Sei also herzlich willkommen – und genau aufgepasst!

PRESSESTIMMEN

So kompliziert die Geschichte klingen mag, so elementar wird sie auf der Bühne umgesetzt. Das gilt einerseits für die Art, wie Porters Zauberkunst eingesetzt wird. Da gibt es zwar eine zersägte Jungfrau und den spektakulären Schuss aus der Kanone, die selbst abgebrühte Erwachsene noch immer zum Staunen bringen. Im Übrigen aber streut Porter in der Rolle des verträumten Zirkusdirektors kleine Taschenspielertricks beiläufig in die Handlung ein – wie Seifenblasen, die zu Kugeln gerinnen und doch wie Träume platzen. Umgekehrt stellt auch Regisseur Benno Muheim mit einfachen Theatermitteln viel Zauber her. Ein Höhepunkt ist die Fahrt über stürmische See nach Indien, wo der wellenförmig über die ganze Bühne wehende Gazestoff sich zu mannshohen Wasserfluten türmt. Für viel Spass sorgt darum herum das übrige Zirkuspersonal. Der tolpatschige Zirkuslehrling von Simon Labhart ächzt wie echt, wenn ihm als zersägter Jungfrau die Beine davonlaufen. Suramira Vos verbindet als Mirabelle tapferen Schneid mit Herz, wenn sie der Platzverwalterin (Lea Willig) Paroli bietet und sich aufmunternd an August schmiegt. Jörg Dathe sorgt in der Rolle des Hasen für handfeste Spässe und liefert mit einer Grönemeyer-Parodie auch den stärksten Song im Stück, in dem Lieder und Musik die Zirkusambiance und melancholische Stimmungen verstärken (an Akkordeon, Tuba-Kanone und anderen Instrumenten: Andrea Martina Brunner und Stefanie Hess).

(Neue Luzerner Zeitung, 21. November 2013)

 

August ist der Zauberer und gleichzeitig der Direktor eines Wanderzirkus. Er steht vor seinem kleinen, weissblauen Zirkuswagen und versucht das Häschen, welches er normalerwiese aus seinem Hut zaubert, in einen Riesenhasen zu verwandeln. Er und seine Entourage, der tollpatschige Zirkuslehrling, die stärkste Frau der Welt und die beiden Frauen des Orchesters hoffen, dass dieser Zaubertrick endlich klappt. Nur mit dieser Attraktion kann der Zauberer August seinen Zirkus, welcher mehr schlecht als recht läuft, retten. (…) Mit dabei sind auch 13 Kinder, die im Stück mehrere Rollen innehaben - mal als Zirkuspublikum oder als Matrosen.

Der Zirkuswagen verwandelt sich in ein Schiff, und die Bühne in ein Meer mit grossen Wellen und Fischen. Mit wenigen Mitteln gibt es immer wieder wunderschön gestaltete und süsse Bühnenbilder. Auch die Schauspieler verkörpern ihre Rollen perfekt. Während der ganzen Vorstellung verblüfft der Zauberer Alex Porter als August mit kleineren und grösseren Zaubertricks immer wieder sein Publikum. (…)

Vor lauter Schadenfreude kann sich auch das Kinderpublikum nicht mehr auf den Stühlen halten und lärmt und lacht lauthals mit. Der Traum von August geht damit zu Ende aber der Riesenhase ist immer noch hier. Die Moral von der Geschichte: Wenn man fest an seinen Traum glaubt, dann wird er einmal Wirklichkeit.

(Radio SRF1, 21. November 2013)

 

Gleich zu Beginn leitete der Magier das lärmende, wilde jugendliche Publikum im Zuschauerraum in vollkommene Stille und zwar nicht mit einem warnenden: Pssst, sondern mit Seifenblasen. Ganz geruhsam verwandelte€ er die eine verbleibende in eine Kristallkugel um.€ Schon war das erste, staunende: Ohh! hörbar. Bis zum zersägten Mann hätte man eine Stecknadel fallen hören können, so gespannt waren die Zuschauer, auch die Erwachsenen. Als dann die Szene kam mit der Zweiteilung riefen etliche Kinder erstaunt: Wiä macht dä das!?! Überhaupt€ die spontanen, begeisterten Zwischenrufe und das Kinderlachen während des unterhaltsamen Stückes€ klangen herzergreifend, stimulierend. Die Aufmerksamkeit der Kinder während der ganzen, entzückenden Aufführung liess keine Sekunde nach. Das beweist wieder einmal, dass live viel beeindruckender ist als digital.€ Auch die Musik war passend, ein wenig erinnerte sie an Nino Rotta aus Fellini-Filmen. Die Spielfreude der variablen Schauspieler übertrug sich wunderbar auf das Publikum. Viele strahlende Kindergesichter waren zu sehen. Die waghalsigen Akrobatik- Kunststücke vorgeführt von den Kindern auf der Bühne, animierten meine€ Grossnichte im Zug zurück nach Zürich im Spiel-Wagon es ihnen gleichzutun. Sie erzählte den kleinen Mitreisenden allen von den 99 Elefanten in Luzern.€ Der Theaterbesuch ist wahrlich eine Reise wert! €Empfehlung: Ein Theaterbesuch ist eine bleibende Erinnerung€ für jung oder alt. Und was gibt es wertvolleres, als eine schöne Erinnerung?

(www.innerschweizonline.ch, 24.11.2013)

 

Wir danken der Josef Müller Stiftung Muri für namhafte Unterstützung.

Medienpartner: Radio Pilatus